Seit 2015 gibt es in Niedersachsen keine sog. „Brenntage“ mehr. Das Verbrennen von Gartenabfällen, Strauchwerk oder organischem Abfall auf dem eigenen Grundstück ist verboten. Diese Abfälle sollen sollen laut Auskunft des Landkreises „optimal“ verwertet werden. Unter optimaler Verwertung versteht die niedersächsische Landesregierung das Kompostieren im privaten Bereich, was auch Pflanzen- und Bioabfälle mit einschließt. Sprich: Kompostieren ist weiterhin eindeutig erlaubt, aber das Verbrennen ist verboten. Schließlich gibt es auch noch die allseits beliebten Bio-Tonnen oder auch die großen Bio-Säcke zum Preis von 3 Euro.

Doch keine Regelung ohne Ausnahme: Mit einer Einzelfallgenehmigung der zuständigen Behörde können pflanzliche Abfälle und Treibsel auch verbrannt werden, wenn eine Verwertung und Überlassung an den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger technisch nicht möglich ist oder wirtschaftlich nicht zugemutet werden kann, zum Beispiel wenn ein Befall mit bestimmten Schadorganismen vorliegt oder es bei im Wald angefallenen pflanzlichen Abfällen aus Gründen des Forstschutzes oder aus kulturtechnischen Gründen erforderlich ist. „Kulturtechnische Gründe“ sind beim Verbrennen auf dem eigenen Grundstück wohl eher nicht gegeben. Ganz im Gegensatz zu den Osterfeuern. Diese dienen der Brauchtumspflege und sind daher nicht Gegenstand der neuen Verordnung. Strauchwerk, Geäst und Ähnliches könnte also unter Absprache mit den Veranstaltern im Osterfeuer entsorgt werden. Auskünfte erteilt das „Sachgebiet BürgerService“, Osterholzer Straße 23, 27711 Osterholz-Scharmbeck, Telefon: 04791 930-0.

Totholz ist eigentlich wichtig in der Natur und sollte entsprechend genutzt werden. Hierzu kann der NABU Ihnen interessante Anregungen geben.

Bioabfälle: Keine Regel ohne Ausnahme
Markiert in:        

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.