Archiv der Kategorie: Tatort

Berlin im Zick-Zack

Neues von den Machern des Berliner Flughafens? Zur Zeit geistert dieser neu aufgemalte Radweg (in Berlin!) durch die Medien und um die sozialen Lagerfeuer. Radfahrer und Möchtegern-Mitredner regen sich auf. „Sollten wir im Zick-Zack fahren?“ – Klar, das wäre dann mal eine sportliche Variante für Fahrradkuriere und Fussweg-Pedalisten aus grünen Vorstadtvillen. 

Aber denkt hier niemand an die Fussgänger oder Rollstuhlfahrer. Sollen Fussgänger etwa auf einem Bein an der Fahrradspur vorbei hüpfen oder Rollstuhlfahrer die andere Strassenseite versuchen lebend zu erreichen? Hätte man wenigstens versucht die Mitte zu treffen,…. dann vielleicht akzeptabel.Irgendwann fällt den Wege-Baumeistern ein, dass man das mit den Autostrassen, auf denen noch keine Stossdämpfer-Killer montiert sind, ja auch so machen könne …. im Zick-Zack!

Europa’s verschwiegene Archillesferse

Da steigen große Unternehmen, freie Wohlfahrtsverbände, Krankenkassen, Vereine und sogar ganze Bundesländer freiwillig und ohne Not auf das Betriebssystem Windows 10 um. Einige Kommunen bezeichnen sich sogar als Rückkehrer, da sie angeblich mit freien Betriebssystem wie Linux nicht zurecht kamen. Und alle betonen, dass sie großen Wert auf Datenschutz, insbesondere auf den Schutz der Daten ihrer Kunden oder der Versicherten, legen. Was für ein Witz! Oder was für eine Veralberung der Menschen, die gezwungenermaßen in diesen Unternehmen mit dem System arbeiten müssen.

Das US-Unternehmen Microsoft hat praktisch das Monopol auf den Schreibtischen und in den Büros dieser Welt. Bei Unternehmen und öffentlichen Diensten und Einrichtungen herrscht eine gefährliche Monokultur in Sachen IT. Bei Microsoft lauscht die NSA, jenes bekannt unbekannte amerikanische Abhör- und Lauschinstitut, mit. Es wäre politisch inkorrekt zu behaupten, wenn das Sozialamt in München oder Papenburg eine Entscheidung trifft, dann weiß es Microsoft und damit Washington schon lange. Das mag für Otto Normalverbraucher (oder John Doe) uninteressant sein, für Siemens, BASF, Bayer, BMW oder VW kann es das aber nicht sein.

Wenn der Mann, der zur Zeit amerikanischerer Präsident ist, Europa und insbesondere Deutschland als Feind sieht (anstatt bessere Autos zu bauen!), dann sollten sich deutsche Unternehmen und natürlich alle anderen Dienste, Behörden und Einrichtungen vorsehen. Alles, aber auch wirklich ALLES, was sie in die Tasten tippen oder vor und hinter dem Monitor treiben, ist bereits über den großen Teich gebeamt, bevor Sie Piep sagen können. Und die Konkurrenz schläft nicht.

Da lachen doch die Hühner, wenn man den Satz hört: „Abhören unter Freunden geht gar nicht!“ – Eine Abhängigkeit, so wie jetzt von amerikanischer Internetstruktur und -technik, geht nicht lange gut. Es wird Zeit, dass Europa etwas dagegen setzen kann!

Hier ist lediglich von dem Betriebssystem für Rechner die Rede. Aber die Gefahr der absoluten Abhängigkeit und des Datenmissbrauchs gilt genau so für Google, Apple, Amazon usw. Auch diese Unternehmen werden nicht zögern ihrer Regierung willig Auskunft zu geben.

Fussballzwerg Deutschland?

Nach dem das deutsche Fussball-Nationalteam 4 x Weltmeister, 4 x Zweiter war und sonst immer in die KO-Phase kam, ist das Team nun zum ersten Mal in der Vorrunderunde gescheitert. Na und? Einmal ist immer das erste Mal. Und wenn der Wurm drin ist, dann ist er drin. Man sollte nicht gleich von Generationswechsel bei den Spielern reden oder den Kopf des Bundestrainers fordern. Wie wäre es mit einer Verjüngungskurs bei den DFB-Granden und den Durchlauferhitzern wie Bierhoff?

In zwei Jahren, bei der EURO20, kann es schon wieder ganz anders aussehen. Für alle gilt aber auch: Es gibt Wichtigeres als den Fussball! Oder etwa nicht?

Hilfe bei der Stiftung „Anerkennung und Hilfe“

In den 5oer Jahren und in den 60er jahren haben in den sog. „Erziehungsheimen“ oder den Einrichtungen der Kinder- und Jugendpsychiatrie unmenschliche Zustände geherrscht, zum Teil brutal und menschenverachtend. Sie haben möglicherweise schon einmal den Kinofilm „Freistatt“ gesehen?

Heute erwachsene Menschen, die damals Kind oder Jugendlicher waren, und in die Fänge der damaligen Heimindustrie geraten sind, leiden noch heute. Das Thema hat sich endlich im Bewusstsein der Öffentlichkeit verfestigt und es soll aufgearbeitet werden. Betroffene sollen Hilfe, Unterstützung und Anerkennung erfahren.

In der Stiftung Anerkennung und Hilfe arbeiten mehrere Organisationen zusammen. Zum Beispiel Bundes-Ministerien und Vereine. Sie unterstützen zusammen einen bestimmten Zweck. Die Bundes-Regierung, die Bundes-Länder und die Kirchen wollen diese Menschen unterstützen. Dafür haben sie die Stiftung Anerkennung und Hilfe gegründet. Deshalb können die Menschen eine Unterstützung mit Geld bekommen.

Diese Stiftung soll öffentlich machen, dass viele Menschen damals schlecht behandelt wurden. In manchen Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen oder Psychiatrien sind früher Kinder und Jugendliche schlecht behandelt worden.

Zum Beispiel:
•Man hat sie geschlagen.
•Man hat sie sexuell missbraucht.
•Sie haben keine Schul-Bildung bekommen.
•Sie haben keine Berufs-Ausbildung bekommen.
•Man hat sich nicht um ihre Gesundheit gekümmert.
•Sie haben für ihre Arbeit sehr wenig Geld bekommen.
•Für ihre Arbeit wurde nicht in die Renten-Kasse eingezahlt.

Viele von diesen Menschen leiden noch heute an den Folgen.

Zum Beispiel:
•Diese Menschen haben körperliche Schäden.
•Sie haben Schlaf-Störungen.
•Sie haben Depressionen.
•Sie empfinden Hass und Wut.
•Sie haben keine Schul-Bildung oder nur eine geringe Schul-Bildung.
•Sie müssen oft schon früh in Rente gehen.Die Stiftung Anerkennung und Hilfe unterstützt diese Menschen.

In manchen Einrichtungen sind früher Kinder und Jugendliche schlecht behandelt worden.
Zu den Einrichtungen gehören zum Beispiel Wohnheime für Menschen mit Behinderung oder Psychiatrien. Die Stiftung hilft Menschen, die noch an den Folgen leiden. Und sie ist nur für Menschen, die zu einer bestimmten Zeit in diesen Einrichtungen waren:

BRD vom 23. Mai 1949 bis zum 31. Dezember 1975.
DDR vom 7. Oktober 1949 bis zum 2. Oktober 1990.

Auf der Internetseite der Stiftung finden Sie die nötigen Informationen und die Kontaktstelle, die für Ihren Wohnort zuständig ist. Sie erhalten einen Termin oder eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter der Stiftung sucht sie auf und hilft Ihnen dabei Nachweise zu finden.

www.stiftung-anerkennung-hilfe.de

Wem sollte ein Wirtschaftskrieg wohl nutzen?

Ja, Mensch, lernst Du denn nie dazu? Wenn die Vereinigten Staaten von Amerika und die Europäische Union sich auf einen Wirtschaftskrieg einlassen, dann heisst es am Ende nur: And the winner is CHINA!

Die Amerikaner haben ein Problem: Trump, und die Europäer haben den alten Nationalismus immer noch nicht überwunden. Absehbar ist, dass beide sich in der Spirale hochschaukeln. Und dann dreht es sich nicht mehr nur um Whiskey, Harleys und Sojabohnen. Wenn China die neue Seidenstrasse tatsächlich bis Istambul durchzieht, sieht die Welt ohnehin anders aus. Warum geht Trump nicht auf das Angebot der Europäer ein gänzlich auf Zolle zu verzichten? Wenn er durch die Zölle die Mauer zu Mexiko finanzieren will, dann wird diese nicht sehr hoch. Glaubt er tatsächlich das sich US-Autos massenhaft in Europa verkaufen? Wahrscheinlich kennt er nur breite Highways und glaubt nicht, dass es auch etwas anderes gibt. Sollten sich tatsächlich Automobil-Arbeiter in den Staaten und in Europa bekriegen wollen? Auf beiden Seiten des Atlantiks geht es doch um Jobs oder geht es um Profitmaximierung für die Superreichen hier wie dort? 

Der Mensch lebt immer noch mit einem Stammhirn aus grauer Vorzeit. Die Gier ist darin fest einprogrammiert.

Bremen Zwei könnte ständiger Begleiter werden

„Bremen Zwei ist das neugierige, inspirierende und anspruchsvolle Programm von Radio Bremen. Neugier ist der Kern dessen, was uns in unserer Arbeit antreibt: Egal ob Musik, Wort, Events – wir sind stets offen für Ungehörtes und Überraschendes. Neue Themen, neue Künstler, neue Musik – dafür stehen wir, das bekommen Sie bei uns.“

So beschreibt Radio Bremen sein zweites Hörfunkprogramm, welches im August d.J. aus dem NordwestRadio von RB und NDR hervorgegangen ist. Früher habe ich hin und wieder NordwestRadio gehört, jetzt läuft RB Zwei ständig bei mir. Ich mag ein unaufdringliches Kulturprogramm mit regionalem Bezug, was auch die aktuelle Information und die Nachrichten nicht vernachlässigt. Bremen Zwei ist nicht irgendwie abgehoben, sondern dicht bei den Hörern, und es hat bereits in den ersten Wochen bewiesen, dass Bremen mehr als nur Werder ist. Endlich mal wieder längere Features, Gespräche und andere Beiträge – einfach mal Zeit zum Zuhören.

Das Musikprogramm ist breit gefächert, weit ab vom Dudelfunk-Formatradio. Es spricht, wie in den guten alten Zeiten, auch die Klassik- und Jazz-Liebhaber an. Der Schwerpunkt liegt auf Singer/Songwriter. Da würde ich mir allerdings etwas mehr Mainstream und vielleicht auch mal ein paar deutschsprachige Titel wünschen. Es gibt auch in Deutschland gute Singer/Songwriter, die auf den bekannten Schlagerwellen keinen Platz finden. In fast regelmässigen Abständen muss ich Bremen Zwei verlassen und einfach mal wieder auf Bremen Eins oder NDR 2 zurück. Dann ist mir die Musik auf Bremen Zwei zu eintönig und einseitig. Zugegeben, man kann es nicht allen recht machen, denn Musik ist nun einmal Geschmackssache. Und es gibt mittlerweile tausend andere Wege für die „eigene“ Musik.

Wie dem auch sei, Bremen Zwei könnte mein ständiger Begleiter werden. Radio Bremen hat mit dem Macher- und Moderatorenteam einen guten Griff getan und die Wortbeiträge und Features sind „erste Sahne“.

Bremen Zwei im Netz

Ich möchte alle vier Jahre gefragt werden!

Solch einen langweiligen Wahlkampf gab es wohl noch nie. Die etablierten Parteien ergiessen sich in Phrasen und Inhalten, die sie nach der Wahl sofort wieder vergessen haben. Richtungen sind gar nicht mehr erkennbar und Unterschiede auch nicht. Eine dickfellige Mitte, die auch noch immer dumpfer wird. Soll das etwa alternativlos sein? Riskantes Biedermeier im 21. Jahrhundert? Das Land hat Probleme, massig Probleme sogar.

Eigentlich bin ich ein Akzent-Wähler. Wenn es zu weit nach rechts geht, wähle ich links und umgekehrt. Was macht man aber gegen Volksvertreter, die sich schlummernd in der Mitte breit machen und ihr Tun für alternativlos halten? Nun, man setzt Akzente und schafft Alternativen! Das aber schaffen wohl nicht die HipHop-Partei oder die Veganer – noch nicht. Aber so ganz undenkbar ist das auch nicht, wie es z.B. die Grünen in den 80ern vorgemacht haben. Die Grünen haben aber mittlerweile den physikalischen Parteienzyclus bewiesen und sind in der etablierten Mitte angekommen. Und damit nur eine Partei unter vielen.

Ich denke ich werde am Sonntag mal wieder eine Alternative versuchen, um gegenzusteuern! Gegen die Schlechtigkeit dieser Welt, gegen die geistige Trägheit & Armut, gegen Shareholder-Value und Gewinnmaximierung auf Kosten der Allgemeinheit, gegen das Bienensterben und Plastikmeere, gegen zu viele Verkehrsschilder und falsche Bebauungspläne, gegen fette Pensionen und Boni ohne Leistung, gegen die sich rächende Kinderarmut, gegen das Bettelnmüssen am Lebensabend …. – Ich könnte viel mehr aufzählen und hätte noch lange nicht alles gesagt.

Aber ich bin für die Demokratie, für die Freiheit von Anders- und Genausodenkenden und für eine durchaus wehrhafte Toleranz. Und in Zukunft möchte ich weiterhin mindestens alle vier Jahre gefragt werden!

Wieder wählen oder nicht?

Am 24. September soll ein neuer Bundestag gewählt werden und am 15. Oktober steht eine neue Wahl des Landtages in Niedersachsen an.

Eigentlich stehe ich mitten im Denken der 70er Jahre, das sagte „Kümmerst Du Dich nicht um die Politik, dann kümmert sich die Politik um Dich!“ – Ein bedeutender Philosoph hat es mal so ausgedrückt: „Bist Du in Deiner Jugend nicht Kommunist gewesen, bist Du nie jung gewesen!“ – Bei jeder Wahl, ganz gleich ob Bundestags-, Landtags-, Bürgerschafts- oder Kommunalwahl, habe ich brav meinen Wahlschein und Stimmzettel in die Urne bugsiert. Immer in der Hoffnung, dass die gerade aktuellen Probleme durch die neue Regierung dann gelöst oder zumindest angegangen werden. Ich war nie Stammwähler, sondern habe ganz bewusst meine Akzente gesetzt, mal links, mal liberal, mal konservativ. Gemeinsam sind wir stark, aber meine Stimme wird nicht viel bewegt haben.

Nicht wählen gehen bringt auch nichts, solange sich die große Gruppe der Nichtwähler nicht in der Zusammensetzung der Parlamente erkennen lässt. Ich halte es immer noch für eine gute Idee 600 Plätze im Bundestag gleich 100 zu setzen. Wenn dann die Wahlbeteiligung nur noch 50 v.H. beträgt, dann werden auch nur 300 Stühle im Bundestag aufgestellt. Das spart viel Geld und überflüssige Arbeitsplätze nebst Pensionen. Jeder Nichtwähler sollte sich allerdings darüber im Klaren sein, dass diese 300 dann auch über ihn bestimmen.

Der Trick der sogenannten Etablierten, die es sich auf den überflüssigen Sitzen im Bundestag gemütlich eingerichtet haben, ist es abweichende Meinungen als extrem zu bezeichnen und mit brauner oder roter Sauce zu überziehen. Aber wenn diese Meinungen nicht in Plünderungen, Körperverletzungen und mutwilliger Zerstörung ausufern, werden sie damit leben müssen. Extrem ist bald nur noch die Minderheit in der Mitte.

Vor ein paar Minuten war ich noch der Überzeugung, dass ich diesmal nicht zu den Wahlen gehe. Aber, nein, ich denke gar nicht daran mir mein wesentliches Bürgerrecht aus der Hand nehmen zu lassen. Ich gehe wählen, denn es kommt jetzt oder in vier Jahren eine Zeit nach Merkel.

„Bremen 2“ wird ans Tageslicht gehievt

Radio Bremen hat sich entschlossen sein Profil zu schärfen. Darum heißt das Nordwestradio von Radio Bremen ab 12. August wieder Bremen Zwei. Obwohl das Nordwest-Radio eines der besten Radioprogramme in Deutschland ist, kennt es selbst in Bremen nur jeder Vierte. Im nicht-bremischen Sendegebiet von Radio Bremen – und das ist eine ganze Menge – kennt es noch nicht einmal jeder Vierte. War es ein Fehler ein Radioprogramm Nordwestradio zu nennen, was per UKW noch nicht einmal den ganzen Nordwesten incl. der Ostfriesischen Inseln erreicht? Sicherlich wurde hier eine Chance vertan. Insbesondere der Geldgeber NDR wollte natürlich keine Konkurrenz auf dem eigenen Territorium finanzieren.

Das soll sich nun durch den an die „Flottenstrategie“ anschließenden neuen Namen „Bremen 2“ und die Schärfung des Programmprofils – u.a. mit einem höheren Liveanteil und neuen Musiksendungen – ändern. Man darf gespannt sein, ob hier ein weiteres Formatradio der Marke „billig produziert“ aus der Redaktion agil, debil, senil ans Tageslicht gehievt wird.

Am Samstag und Sonntag sendet Bremen Zwei jetzt tagsüber (samstags von 07.00 – 18.00, sonntags von 08.00 – 18.00) live. Bisher waren die Sendungen am Wochenende weitgehend voraufgezeichnet. Nun wird Bremen Zwei auch am Wochenende in gewohnter Qualität aktuell, hintergründig und pointiert über das Welt- und Kulturgeschehen in Bremen, Bremerhaven und der Region berichten. Die journalistischen Programmflächen werden damit – im Vergleich zum alten Nordwestradio – deutlich ausgedehnt.

 

Bremen Zwei verspricht ein Programm für Neugierige, will überraschen und inspirieren. Dabei soll Altbewährtes mit Neuem verquickt werden. In einem „Podcast Lab“ (mittwochs, 21.00 – 22.00) wird versucht, die junge Podcastszene ins „alte“ Medium Radio zu bringen. Die Hörspielredaktion produziert erstmals serielle Hörspiele, die vorab als Podcasts angeboten werden. Auch in den sozialen Netzwerken wird Bremen Zwei verstärkt aktiv werden. So wurde mit „Stars on Radio“ ein Bewegtbildformat entwickelt, das die historischen Schätze des Radio Bremen Archivs als animierte Comicstrips wieder belebt.

Gut eingeführte Programmstrecken wie das Tagesprogramm von Montag bis Freitag bleiben unverändert. Bekannte Programmmarken des Nordwestradios wie Hörspiel und Feature, die Sendung „Mare“, das Talkformat „2nach1“ bleiben erhalten und werden weiter entwickelt. Allerdings wagt Bremen Zwei auch neue Wege: Der Sender verzichtet bewusst auf die Übertragung des Gottesdienstes am Sonntagmorgen. An gleicher Stelle (sonntags, 10.00 – 11.00) gibt es stattdessen eine innovative, mit der evangelischen und katholischen Kirche zusammen entwickelte Programmstrecke zu Glaubens- und Kirchenthemen.

 

Bremen Zwei hat sich einem modernen, offenen und lässigen Kulturbegriff verschrieben. Programmleiter Karsten Binder: „Kultur meint am Ende das, was den Menschen in ihrem Leben Sinn gibt. Wir haben den Kulturbegriff deshalb geweitet. Wir sprechen über die politische Kultur, ebenso wie über Esskultur oder die Spielkultur im Fußball. Wir haben in diesem Sinne bei jedem Thema die ‚Kulturbrille‘ auf und gucken mit dem zweiten oder dritten Blick auf die Ereignisse. Die Menschen verlangen ja nach Denkanstößen, nach Futter, auch nach Genuss für den Geist. Das kann mal ein spannendes Feature sein, das kann auch der fundierte Kulturtipp sein.“

Stürmt die Hotlines und Callcenter

Es geht wohl vielen Zeitgenossen so: da hängt man am Telefon, weil man irgendeine Behörde, ein Krankenhaus, einen Arzt oder auch nur eine Service-Hotline eines Herstellers erreichen muss. Und was hört man? „Der nächste freie Platz ist Ihrer – Bitte haben Sie Geduld!“ – Ja, Geduld muss man haben, wenn sich die Angerufenen hinter irgendwelchen Automatenansagen verschanzen. Und man wartet und wartet …. „Bitte haben Sie etwas Geld!“. Die Kunden- oder Patientenabwehrstrategie funktioniert. Die Hälfte der Anrufer legt bereits nach 30 Minuten Wartezeit auf. Die andere Hälfte wartet weiter. Früher ging alles schneller, alles war persönlicher. Natürlich haben sich auch schon damals Angerufene mit dem Ausruf „Kollege ist gerade nicht da“ oder „Der macht Pause!“ aus der Affaire gezogen. Aber man hatte jemanden am Rohr. Heute dauert es Stunden, bis man überhaupt zu einem Menschen durchdringt

Und das Furchtbare! Fast alle Angerufenen halten es für intelligent in den vielen Pausen schnarrende Klänge durch den Hörer zu jagen, die sie für Musik halten. Wen man nach Stunden jemanden an den Hörer bekommt, dann hat man mindestes einen dauerhaften Hörschaden. Warum immer „Für Elise“ oder kosmische Streicher? Warum nicht mal einfach die Nachrichten, Hör‘ mol ’n beeten to oder Helene Fischer? Bei Ohrenärzten kann ich das ja noch verstehen. Die sorgen mit Elise gleich für neue Kunden ….

Nee, mal ehrlich, stürmt die Hotlines und Callcenter und reisst ihnen die Kabel raus! Ich will ein Wählscheibentelefon wieder haben!

Nochmal Haifischbecken

Jetzt, wo WannaCry Millionen Rechner befallen hat, erscheint es mir durchaus plausibel. Die Opfer werden dazu gebracht irgendetwas auf ihrem Rechner als Administrator auszuführen. Sie werden durch Mail-Anhänge oder durch Telefonanrufe aus „indischen“ Callcentern dazu gebracht. „This is Microsoft calling!“.

Sofern man Englisch versteht, hört man die Ankündigung, dass man nie wieder ins Internet könne – auf Lebenszeit. Ich kann mir vorstellen, dass manch einer da ins Grübeln gekommen ist und getan hat, was durchs Telefon „befohlen“ wurde. Von Seiten der Täter waren das alles Blindschüsse: die Anrufe waren auf Englisch, sie gingen davon aus, dass man Windows auf dem Rechner hat (nicht W10!) und sie ggingen davon aus, dass der Rechner zur Zeit des Anrufes mit dem Netz verbunden war.

Es ist natürlich nur eine Vermutung, dass diese merkwürdigen Anrufe im Zusammenhang mit der WannaCry-Aktion stehen.

Pflegestärkungsgesetz II

Mit dem Pflegestärkungsgesetz II wird ein Schritt getan in Richtung „Mehr Gerechtigkeit“, tendenziell stärkt es die Pflege zu Hause und belastet Heime. Allein die Kriterien, nach denen Pflegebedarf begutachtet wird, haben es in sich. Jedes Heim könnte so zum Pflegeheim werden, entweder dann als stationäres oder „ambulantes Heim“. Für einen großen Hilfeempfängerkreis ist es wahrscheinlich auch interessant, dass der Eigenbeitrag auf 580 EURO festgeschrieben wird, unabhängig vom Pflegebedarf. Wer zum Beispiel sein Einkommen komplett an die Sozialhilfe abtreten muss, um neben Unterkunft und Verpflegung, einen „Heimbarbetrag“ und Bekleidungshilfe zu bekommen, der steht sich in einem „Pflegeheim“ besser. Allerdings nur dann, wenn er mindestens eine Durchschnittsrente erhält.

Hier können Sie ein zusammenfassendes Infoblatt zum Pflegestärkungsgesetz herunterladen. (Info-Broschüren)