Archiv der Kategorie: Soziales

Nachbarn veranstalten einen Flohmarkt

Am 14. Juli d.J., zwischen 14 Uhr und 18 Uhr, veranstalten wir einem kleinen Markt, genauer gesagt einen „Hof-Flohmarkt“ von Privat an Privat. Angeboten wird das ganz Besondere bzw. das, was Keller und Dachboden hergeben, und zwar sehr günstig. Echte Schnäppchen eben. Vielleicht finden Sie genau das, was Sie schon lange gesucht haben an diesem Tag in der Adolphsdorf Str. 148, 28879 „Good old Grasberg“.
 
Den Erlös aus dem Verkauf meiner Artikel spende ich den Tierschutzverein Lilienthal, Worpswede, Grasberg. Das ist hiermit versprochen! In diesem Zusammenhang möchte ich Sie kurz an die Aktion „Ihr Klick hilft“ erinnern. Hier erfahren Sie mehr darüber.
 
Sie sind herzlich eingeladen und, bitte, sagen Sie es weiter! Wir freuen uns auf Ihren Besuch und auf viele nette (Verkaufs-)Gespräche bei einem Tässchen mit gutem Bohnenkaffee!
 
Schauen Sie sich die kleine Präsentation an.
 
Mit freundlichem Gruß
 
Axel Buddenbaum
 
 
 

 

 
 

 

Wem sollte ein Wirtschaftskrieg wohl nutzen?

Ja, Mensch, lernst Du denn nie dazu? Wenn die Vereinigten Staaten von Amerika und die Europäische Union sich auf einen Wirtschaftskrieg einlassen, dann heisst es am Ende nur: And the winner is CHINA!

Die Amerikaner haben ein Problem: Trump, und die Europäer haben den alten Nationalismus immer noch nicht überwunden. Absehbar ist, dass beide sich in der Spirale hochschaukeln. Und dann dreht es sich nicht mehr nur um Whiskey, Harleys und Sojabohnen. Wenn China die neue Seidenstrasse tatsächlich bis Istambul durchzieht, sieht die Welt ohnehin anders aus. Warum geht Trump nicht auf das Angebot der Europäer ein gänzlich auf Zolle zu verzichten? Wenn er durch die Zölle die Mauer zu Mexiko finanzieren will, dann wird diese nicht sehr hoch. Glaubt er tatsächlich das sich US-Autos massenhaft in Europa verkaufen? Wahrscheinlich kennt er nur breite Highways und glaubt nicht, dass es auch etwas anderes gibt. Sollten sich tatsächlich Automobil-Arbeiter in den Staaten und in Europa bekriegen wollen? Auf beiden Seiten des Atlantiks geht es doch um Jobs oder geht es um Profitmaximierung für die Superreichen hier wie dort? 

Der Mensch lebt immer noch mit einem Stammhirn aus grauer Vorzeit. Die Gier ist darin fest einprogrammiert.

Da liegt noch so einiges im Bürgerpark

Kürzlich fanden Kinder beim Spielen im Bremer Bürgerpark einige Gewehrgranaten aus dem Krieg. Diese waren noch scharf. Zum Glück reagierten die Kinder richtig und haben die Finger davon gelassen und die Polizei informiert.

Der Bürgerpark hat im Frühjahr 1945, in den letzten April-Tagen, turbulente Stunden erlebt. In einem Bunker an der Parkallee war der letzte Gefechtsstand des Bremer Kampfkommandanten. Auf der anderen Seite des Bürgerparks spielte sich ein tragisches Drama vor einem der Bunker an der Neukirchstrasse ab. In den letzten Stunden vor der Kapitulation Bremens und der Übergabe an die Engländer traf ein Tieffliegerangriff viele Frauen und Kinder, die vor dem Bunker auf die Ausgabe von Milch warteten. Es gab im letzten Moment noch viele Opfer. Den Findorffern signalisierte ein paar Stunden später eine große weisse Fahne, die aus dem Klohäusen am Eingang zum Bürgerpark hing, das Ende der Kämpfe. Auch auf der anderen Seite des Bürgerparks endeten die Kämpfe. Der Kampfkommandant gab auf – endlich! Die letzten Soldaten hatten es geschafft. Sie kamen in englische Kriegsgefangenschaft. Die Engländer zogen weiter und standen schon in den ersten Maitagen vor Hamburg. Das schwer zerstörte Hamburg musste als „Offene Stadt“ nicht, wie Bremen, noch sinnlose Kämpfe in allerletzter Minute erleben.

In dem Trubel dieser Tage, gleich nach der Kapitulation, haben Findorffer Jungs ihre „Werkzeuge“ wie Fanfaren, Standarten, Trommeln und einige nun nicht mehr gebrauchten Bilder des Führers im nördlichen Bürgerpark vergraben. Es wird auch der eine oder andere „Ehrendolch“ dabei gewesen sein. Diese Buddelaktion ist von mehreren jugendlichen Zeitzeugen bestätigt. Die einzige Ortsangabe lautetete allerdings: beim „Judentempel“. Damit wird heute kaum jemand etwas anfangen können, aber die Waldbühne soll nicht weit entfernt gewesen sein. Einige Schilderungen sind der Hektik der Situation geschuldet und einiges ist sicherlich auch übertrieben oder frei erfunden. Alle sind sich aber einig in der Schilderung der plötzlichen Ruhe, nachdem die Kämpfe vorbei waren, und in dem Gefühl WIR HABEN ÜBERLEBT.

Buchtip: Kriegsende in Bremen – Erinnerungen, Berichte, Dokumente – 6,49 Euro

Delete Facebook? Jetzt?

Peinlich, dieser Internet-Hype …… da wird wiedermal eine Sau durchs Dorf gejagt, alle sind empört, alle sind besorgt, aber alle nehmen die Bequemlichkeit gern in Kauf. Jetzt zeigen auch die, die selbst nicht die Schweigsamsten sind, mit dem ausgestreckten Finger auf Facebook. 

Es müsste sich doch längst herumgesprochen haben, dass es 1. im Internet nichts umsonst gibt und 2. im Internet nichts privat ist oder bleibt. Übrigens, auch nicht im versteckten Teil des Netzes, dem gerühmten Darknet. Sobald der Computer oder das Smartphone eingeschaltet wird und mit dem Internet verbunden ist, ist nichts mehr privat! Und das überall auf diesem Planeten!

Das Internet wird sogar zur Gefahr, wenn es kommerziellen Unternehmen überlassen wird die Regeln aufzustellen und selbst Länder, Staaten und demokratisch gewählte Regierungen nichts mehr zu melden haben.Soll Europa, soll Deutschland eine Kolonie der Internetriesen bleiben? Nein, selbst auf die Möglichkeit hin, dass wir einen großen Teil liebgewordener Gewohnheiten aufgeben müssen und in tristen Innenstädten oder Shopping-Malls einkaufen müssen. Oder wieder zum Telefonhörer greifen oder Briefe schreiben müssen! Lesen können ist ohnehin ein Vorteil auch in der nächsten Welt!

Die Tage werden länger

Es war immer schon mein Wunsch einmal solch eine kleine Skizze anzufertigen. Es ist ganz einfach beruhigend zu wissen, dass die Tage ab dem 21. Dezember wieder länger werden. Der Sonnenaufgang erfolgt von Tag zu Tag früher, der Sonnenuntergang später. Und wenn dann noch Sonne dazwischen liegt, dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Und im April kommen die Schwalben …

Ich möchte alle vier Jahre gefragt werden!

Solch einen langweiligen Wahlkampf gab es wohl noch nie. Die etablierten Parteien ergiessen sich in Phrasen und Inhalten, die sie nach der Wahl sofort wieder vergessen haben. Richtungen sind gar nicht mehr erkennbar und Unterschiede auch nicht. Eine dickfellige Mitte, die auch noch immer dumpfer wird. Soll das etwa alternativlos sein? Riskantes Biedermeier im 21. Jahrhundert? Das Land hat Probleme, massig Probleme sogar.

Eigentlich bin ich ein Akzent-Wähler. Wenn es zu weit nach rechts geht, wähle ich links und umgekehrt. Was macht man aber gegen Volksvertreter, die sich schlummernd in der Mitte breit machen und ihr Tun für alternativlos halten? Nun, man setzt Akzente und schafft Alternativen! Das aber schaffen wohl nicht die HipHop-Partei oder die Veganer – noch nicht. Aber so ganz undenkbar ist das auch nicht, wie es z.B. die Grünen in den 80ern vorgemacht haben. Die Grünen haben aber mittlerweile den physikalischen Parteienzyclus bewiesen und sind in der etablierten Mitte angekommen. Und damit nur eine Partei unter vielen.

Ich denke ich werde am Sonntag mal wieder eine Alternative versuchen, um gegenzusteuern! Gegen die Schlechtigkeit dieser Welt, gegen die geistige Trägheit & Armut, gegen Shareholder-Value und Gewinnmaximierung auf Kosten der Allgemeinheit, gegen das Bienensterben und Plastikmeere, gegen zu viele Verkehrsschilder und falsche Bebauungspläne, gegen fette Pensionen und Boni ohne Leistung, gegen die sich rächende Kinderarmut, gegen das Bettelnmüssen am Lebensabend …. – Ich könnte viel mehr aufzählen und hätte noch lange nicht alles gesagt.

Aber ich bin für die Demokratie, für die Freiheit von Anders- und Genausodenkenden und für eine durchaus wehrhafte Toleranz. Und in Zukunft möchte ich weiterhin mindestens alle vier Jahre gefragt werden!

Wieder wählen oder nicht?

Am 24. September soll ein neuer Bundestag gewählt werden und am 15. Oktober steht eine neue Wahl des Landtages in Niedersachsen an.

Eigentlich stehe ich mitten im Denken der 70er Jahre, das sagte „Kümmerst Du Dich nicht um die Politik, dann kümmert sich die Politik um Dich!“ – Ein bedeutender Philosoph hat es mal so ausgedrückt: „Bist Du in Deiner Jugend nicht Kommunist gewesen, bist Du nie jung gewesen!“ – Bei jeder Wahl, ganz gleich ob Bundestags-, Landtags-, Bürgerschafts- oder Kommunalwahl, habe ich brav meinen Wahlschein und Stimmzettel in die Urne bugsiert. Immer in der Hoffnung, dass die gerade aktuellen Probleme durch die neue Regierung dann gelöst oder zumindest angegangen werden. Ich war nie Stammwähler, sondern habe ganz bewusst meine Akzente gesetzt, mal links, mal liberal, mal konservativ. Gemeinsam sind wir stark, aber meine Stimme wird nicht viel bewegt haben.

Nicht wählen gehen bringt auch nichts, solange sich die große Gruppe der Nichtwähler nicht in der Zusammensetzung der Parlamente erkennen lässt. Ich halte es immer noch für eine gute Idee 600 Plätze im Bundestag gleich 100 zu setzen. Wenn dann die Wahlbeteiligung nur noch 50 v.H. beträgt, dann werden auch nur 300 Stühle im Bundestag aufgestellt. Das spart viel Geld und überflüssige Arbeitsplätze nebst Pensionen. Jeder Nichtwähler sollte sich allerdings darüber im Klaren sein, dass diese 300 dann auch über ihn bestimmen.

Der Trick der sogenannten Etablierten, die es sich auf den überflüssigen Sitzen im Bundestag gemütlich eingerichtet haben, ist es abweichende Meinungen als extrem zu bezeichnen und mit brauner oder roter Sauce zu überziehen. Aber wenn diese Meinungen nicht in Plünderungen, Körperverletzungen und mutwilliger Zerstörung ausufern, werden sie damit leben müssen. Extrem ist bald nur noch die Minderheit in der Mitte.

Vor ein paar Minuten war ich noch der Überzeugung, dass ich diesmal nicht zu den Wahlen gehe. Aber, nein, ich denke gar nicht daran mir mein wesentliches Bürgerrecht aus der Hand nehmen zu lassen. Ich gehe wählen, denn es kommt jetzt oder in vier Jahren eine Zeit nach Merkel.

„Bremen 2“ wird ans Tageslicht gehievt

Radio Bremen hat sich entschlossen sein Profil zu schärfen. Darum heißt das Nordwestradio von Radio Bremen ab 12. August wieder Bremen Zwei. Obwohl das Nordwest-Radio eines der besten Radioprogramme in Deutschland ist, kennt es selbst in Bremen nur jeder Vierte. Im nicht-bremischen Sendegebiet von Radio Bremen – und das ist eine ganze Menge – kennt es noch nicht einmal jeder Vierte. War es ein Fehler ein Radioprogramm Nordwestradio zu nennen, was per UKW noch nicht einmal den ganzen Nordwesten incl. der Ostfriesischen Inseln erreicht? Sicherlich wurde hier eine Chance vertan. Insbesondere der Geldgeber NDR wollte natürlich keine Konkurrenz auf dem eigenen Territorium finanzieren.

Das soll sich nun durch den an die „Flottenstrategie“ anschließenden neuen Namen „Bremen 2“ und die Schärfung des Programmprofils – u.a. mit einem höheren Liveanteil und neuen Musiksendungen – ändern. Man darf gespannt sein, ob hier ein weiteres Formatradio der Marke „billig produziert“ aus der Redaktion agil, debil, senil ans Tageslicht gehievt wird.

Am Samstag und Sonntag sendet Bremen Zwei jetzt tagsüber (samstags von 07.00 – 18.00, sonntags von 08.00 – 18.00) live. Bisher waren die Sendungen am Wochenende weitgehend voraufgezeichnet. Nun wird Bremen Zwei auch am Wochenende in gewohnter Qualität aktuell, hintergründig und pointiert über das Welt- und Kulturgeschehen in Bremen, Bremerhaven und der Region berichten. Die journalistischen Programmflächen werden damit – im Vergleich zum alten Nordwestradio – deutlich ausgedehnt.

 

Bremen Zwei verspricht ein Programm für Neugierige, will überraschen und inspirieren. Dabei soll Altbewährtes mit Neuem verquickt werden. In einem „Podcast Lab“ (mittwochs, 21.00 – 22.00) wird versucht, die junge Podcastszene ins „alte“ Medium Radio zu bringen. Die Hörspielredaktion produziert erstmals serielle Hörspiele, die vorab als Podcasts angeboten werden. Auch in den sozialen Netzwerken wird Bremen Zwei verstärkt aktiv werden. So wurde mit „Stars on Radio“ ein Bewegtbildformat entwickelt, das die historischen Schätze des Radio Bremen Archivs als animierte Comicstrips wieder belebt.

Gut eingeführte Programmstrecken wie das Tagesprogramm von Montag bis Freitag bleiben unverändert. Bekannte Programmmarken des Nordwestradios wie Hörspiel und Feature, die Sendung „Mare“, das Talkformat „2nach1“ bleiben erhalten und werden weiter entwickelt. Allerdings wagt Bremen Zwei auch neue Wege: Der Sender verzichtet bewusst auf die Übertragung des Gottesdienstes am Sonntagmorgen. An gleicher Stelle (sonntags, 10.00 – 11.00) gibt es stattdessen eine innovative, mit der evangelischen und katholischen Kirche zusammen entwickelte Programmstrecke zu Glaubens- und Kirchenthemen.

 

Bremen Zwei hat sich einem modernen, offenen und lässigen Kulturbegriff verschrieben. Programmleiter Karsten Binder: „Kultur meint am Ende das, was den Menschen in ihrem Leben Sinn gibt. Wir haben den Kulturbegriff deshalb geweitet. Wir sprechen über die politische Kultur, ebenso wie über Esskultur oder die Spielkultur im Fußball. Wir haben in diesem Sinne bei jedem Thema die ‚Kulturbrille‘ auf und gucken mit dem zweiten oder dritten Blick auf die Ereignisse. Die Menschen verlangen ja nach Denkanstößen, nach Futter, auch nach Genuss für den Geist. Das kann mal ein spannendes Feature sein, das kann auch der fundierte Kulturtipp sein.“

Was bleibt von Angela Merkel

Kanzler Adenauer bleibt der Übervater der Bundesrepublik in schwerer Zeit. Er holte die letzten Kriegsgefangenen nach Hause und schaffte die Westintegration Deutschland, zunächst der Bundesrepublik. Erhardt, nur kurz Kanzler, strahlt als Vater des Wirtschaftswunders. Kiesinger …. mal überlegen. Willi Brandt, das klingt für mich auch heute noch nach Aufbruch und Öffnung. Er bleibt mit dem Wandel durch Annäherung zwischen Ost und West verbunden. Helmut Schmidt, der Retter Hamburgs, war als Kanzler auch ein Retter Deutschlands im Deutschen Herbst. Im Nachherein tue ich ihm Abbitte für den Nachrüstungsbeschluss. Helmut Kohl ist und bleibt verbunden mit der Einigung Deutschland und Europas, ein Staatsmann. Würde Stefan Zweig noch leben, er hätte seine „Sternstunden der Menschheit“ sicher um die Nacht erweitert, als Helmut Kohl mit seiner Hannelore an der Schreibmaschine den „X-Punkte-Fahrplan“ für die Wiedervereinung zu Papier gebracht hat. Gerhard Schröder hat die Agenda 2010 gewagt, damit Deutschland konkurrenzfähig gemacht und sich selbst aus dem Kanzleramt katapultiert.

Hut ab! Was bleibt von Angela Merkel? Stillstand, Ehe für alle, …..? Nochmal vier Jahre?