Kategorie-Archiv: Internet

Spielerei nach Feierabend

Wie in alten Zeiten. Ich habe mir, sozusagen als Feierabendvergnügen und kleine Fingerübung, mal wieder erlaubt eine kleine Webseite zu basteln. Viel brauchte ich nicht zu tun, denn den Inhalt liefert im Grunde genommen Twitter. Ich habe also einfach einmal ein paar Timelines von Twitter-Nutzern, meistens der lokalen Presse, zusammengestellt und in einen überschaubaren Rahmen gestellt.  Ein wenig graphische Pinselei dazu und fertig.

Wer Lust hat, kann sich die „Timelines“ gern einmal anschauen oder, am besten, gleich ein Lesezeichen draufsetzen. Dieser letzte Satz kommt mir ein wenig altmodisch vor, eben so gar nicht aus der Smartphonezeit. Aber, was soll’s? Die Webseite ist ja auch nicht aus der Zeit der Wischtelefone…..!

Google möchte Twitter kaufen

Da geht wieder ein Aufschrei durch die Reihen der Computer-Nutzer. Es gehe wieder ein Stück Privatheit verloren, Datenkraake Google, Schutz muss her und so weiter und so fort. 

Es sollte aber mittlerweile jedem klar sein, dass, wer einen Comuter, Smartphone, Tablet oder sonstiges mit dem Internet verbindet, von ersten Moment an schon nicht mehr privat ist. Im Netz ist alles, wirklich alles, öffentlich. Einfache Regel: wer etwas für sich behalten möchte, packt es nicht auf den Rechner. Merkwürdigerweise haben die Nutzer, die um Himmels Willen nichts preisgeben wollen und nur ja nicht ihre Schuhgröße, ihre EMailadresse oder das Bild der letzten Grillparty auf fremden Servern sehen wollen, das Betriebssystem Windows 10 auf dem Rechner. Da ist verkaufsstrategisch der größte Coup von Bill Gates. Bill hat längst Ihre Daten! Da können Sie noch so viele Haken in den Einstellungen entfernen. Bequemlichkeit erkaufen Sie mit Ihren Daten!

Aber kein Grund zur populären Panik. Beherzigen Sie einfach den Grundsatz: was Ihnen wichtig ist und privat bleiben soll, gehört nicht auf einen Rechner, der mit dem Internet verbunden ist.

Keine Bundesliga mehr bei Energy

Als DAB+ vor fünf Jahren an den Sendestart ging, war die Live-Bundesliga im Programm 90elf die Attraktion des nationalen Multiplexes. Nachdem 90elf die Senderechte verloren hatte, konnte Energy ab der Saison 2013/14 in die Bresche springen und schaltete die Reportagen vom neuen Rechteinhaber Sport1 durch. Jedoch ist diese Kooperation jetzt beendet. Liveübertragungen und Konferenzen der 612 Spiele der 1. und 2. Liga gibt es in der Saison 2016/17 daher nur bei Sport1 Online, per App und Streaming.

„Wir haben den davor kaum wahrgenommenen Audio-Rechten erst einen Wert verliehen. Das nennt man wohl Ironie des Schicksals“, hatte 90elf zum Verlust der Senderechte erkärt. Nach Angaben des 90elf-Betreibers Regiocast hatten 2013 zehn Prozent der Hörer das Programm von 90elf über DAB+ gehört.

Ab der Saison 2017/18 werden die Karten ohnehin neu gemischt: Amazon hat die Konkurrenten um das Audio-Rechtepaket ausgestochen; Insider befürchten nun, dass der internationale Konzern UKW und DAB+ blockiert, um eigene Angebote in Vorteil zu bringen. Wegen des Verlustes der Live-Bundesliga als des wichtigsten Teils der Programms muss sich Sport1.fm dann neu orientieren.

Ziegenkrieg: Don’t mention the War

Das ist ja mal eine tolle Sache: da wird ein TV-Fuzzi, der sich Satiriker nennt, in Deutschland „strafverfolgt“, weil er einen ausländischen Politiker oder Staatspräsidenten „verunglimpft“ hat. Die Spottverse, die sich Herr Böhmermann erlaubt hat, kann man durchaus mit dem Niveau unter Zimmertemperatur vergleichen. Irgendwie primitiv. Erstaunlich eigentlich, dass das öffentlich-rechtliche ZDF Leute beschäftigt, die bestenfalls in der RTL2-Nacht über den Sender gehen sollten. Das ZDF hat hier keine glorreiche Rolle gespielt mit seiner Wankelmütigkeit.

Dass sich jetzt aber sogar Gerichte mit dem „Spottgedicht“ befassen, schlägt dem Fass den Boden aus. Wir haben in Deutschland immer noch das Recht unsere Meinung in Wort, Bild und Schrift frei zu äussern. Davon sind auch solche Blödheiten, wie die des Herrn Böhmermann, gedeckt, ob es dem Verspotteten nun passt oder nicht.

Als Frau Merkel peitschenschwingend und mit SS-Uniform in polnischen oder griechischen Magazinen – ich hoffe es waren Satiremagazine – dargestellt worden ist, hätte vielleicht die Kavallerie Richtung Warschau lospreschen sollen? Hat die Politik bzw. die Medienlandschaft, insbesondere die deutsche, nichts Wichtigeres zu tun, als solche Dinge hochzukochen. Monty Python’s „Don’t mention the war“ gilt immer noch!

Zeitlos durch die Zeit

Wirklich erfreulich ist, dass die Menschen es verstanden haben sich auf eine Zeiteinteilung zu verständigen: Sekunden, Minuten, Stunden usw. – Bei den Uhren sind die Menschen noch nicht ganz so weit. Da wird alle halbe Jahre an der Uhr gedreht, Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ), Mitteleuropäische Zeit (MEZ). Einige finden es gut, viele andere nicht. Damit kann man leben. Sinnvoll ist, dass das nicht in Deutschland entschieden wird, denn dann hätten wir ein Zeitchaos in der Mitte Europas.

Nehmen wir mal den Karfreitag als Beispiel. Der Karfreitag ist ein hoher christlicher Feiertag, der ruhig begangen werden sollte. Niemand wird dazu gezwungen, Fröhlich sein ist erlaubt, im Radio wird keine Trauermusik gespielt. Aber Jahrmärkte, laute Feten und Feiern oder Open-Airs sind verboten. Gut so, denn im Grunde reicht es schon, dass die Arbeitswelt immer mehr die Sonntagsruhe verliert. Typisch deutsch ist aber die heiss geliebte Kleinstaaterei. Hier ist von Donnerstag 22 Uhr bis Freitags 22 Uhr Ruhe, ein paar Kilometer weiter im nächsten Bundesland gilt Ruhe ab 1 Uhr am Freitag bis 0 Uhr Samstag und woanders gilt wieder etwas anderes, je nach Bundesland. Da kann man froh sein, dass das nicht die Gemeinden zu entscheiden haben.

Ich meine der Föderalismus ist gut, er ist typisch deutsch und wir kommen damit zurecht. Aber der Föderalismus muss auch Grenzen haben, und zwar immer dann, wenn er lächlich (siehe oben) oder zum Standortnachteil wird. Hier geht es nicht um die Hundesteuer, sondern um die Bildungspolitik und, wie sich gerade wieder zeigt – um die Sicherheit in Deutschland. Es ist ein Trauerspiel, dass die „Sicherheitsorgane“ an den Grenzen der Bundesländer Halt machen müssen und noch nicht einmal auf gleichen Wellen Funken.

Man muss eigentlich dem Kaiser Napoleon dankbar sein. Hätte er nicht eine Zeit in Deutschland verbracht, dann würden wir wahrscheinlich heute noch mit Elle, Klafter, Hund und Fuder messen und Mittag ist, wenn die Kirchturmuhr 12 mal schlägt.

Revolution in Deutschland?

Eben schaue ich interessehalber mal bei Google unter dem Suchbegriff „Asylanten“ nach und schon zeigt mir Google die nachstehenden Headlines an:

Braunschweig: Asylanten terrorisieren ganzen Stadtteil

Asylanten nutzen Schwimmbecken als Klo und belästigen Frauen

Ein Arzt weigert sich, „Asylanten“ zu behandeln.

Taxifahrten für Asylanten empören Rentnerverband

Kanada nimmt keine unbegleiteten Männer als Asylanten auf

Münchner Bayernkaserne: Schwerer Asylanten-Übergriff auf Heimleiter

„Ich wohne jetzt seit ein paar Monaten neben einem Asylbewerberheim und bin schockiert“

Diese Titel sind alle in lokalen oder auch regionalen Zeitungen und Zeitschriften in den letzten Tagen und Wochen erschienen, nachzulesen bei Google. Nicht erschienen sind diese Nachrichten bei den überregionalen Zeitungen und Zeitschriften und TV.Stationen. Wenn man jetzt noch den Shitstorm, der über Erika Steinbach hinwegzieht und auch noch Ironie unter Strafe stellen will, betrachtet, dann besteht die einst so hochgelobte deutsche Medienlandschaft nur noch aus gequirlter Kacke.

Soziale Medien sind längst nicht mehr sozial

Wiedermal tobt ein Krieg, bei dem die Wahrheit als erstes auf der Strecke bleibt. In den Mainstream-Medien von SPIEGEL über TV und Radio bis hin zur obskuren Huffington-Post zum Beispiel wird ohnehin ein Stum im Wasserglas nach dem anderen angerührt. Dieser Krieg tobt jedoch im besonderen in den Medien, die nicht sofort erkennbar durch die großen Medienmonopole in Deutschland bestimmt werden. Oft werden die gleichen oder ähnliche Anlässe und Bilder für eine Sache gebraucht, mal genau für das Gegenteil. In den bunten Medien, die jeder kennt – dazu gehört eben auch Facebook – werden Nebelgranaten geworfen. Putzige Katzenbilder, schöngeistig, blödsinnige Sprüche und grelle Actionszenen, bei denen Leute auf die Nase fallen, sind ein Teil dieser Desinformation. Öffentlich-rechtliche Talkshows verwursten brisante und existenzielle Themen solange, bis politisch korrekt alle zu Wort gekommen sind, aber niemand mehr sagen kann wo es lang gehen soll. Und das tagein, tagaus auf allen Wellen.

Allein der Begriff „Soziale Medien“ war vielleicht vor ein paar Jahren, in der Anfangszeit des Internets, noch richtig, weil da tatsächlich reale Personen interagierten. Heute werden diese sozialen Medien längst von Meinungskonzernen kontrolliert. Hinter manch einer angeblich realen Person verbirgt sich längst ein Medienprodukt, ein Bot mit mächtig Kapital im Rücken. Der User merkt es ja nicht vor lauter Schnäppchenjagd.

Und so ist also die Zeit gekommen diese ach so sozialen Medien zu verlassen und sich wieder der realen Welt, aus eigener Anschauung und mit eigenen Sinnen, zuzuwenden. Letztendlich holen wir uns die Freiheit zurück, auch wenn es drei Tage lang schwerfällt auf die Annehmlichkeien des Internets zu verzichten. Irgendwann heisst es dann, da war mal ein Kanal, der komplett vom Großkapital durchdrungen war und nur zur Verschleierung von unangenehmen Wahrheiten diente – Brot und Spiele auf modern, Der nannte sich Internet. …. Bis keiner mehr mitmachte.

Frohe Weihnachten

Wer ist nur auf die Idee gekommen Bäume, noch dazu Nadelbäume, in Wohnzimmer zu stellen?

Und damit allen ein Frohes Fest!

OneDrive kappt den Speicherplatz

Neben vielen Anpassungen rund um die bezahlpflichtigen OneDrive-Dienste teilte Microsoft mit, dass „der kostenlose OneDrive-Speicher für alle Nutzer von 15 GB auf 5 GB reduziert wird“ – und das sowohl für Neu- als auch Bestandskunden. Übrigens, jeder der das Betriebssystem Windows 10 fährt, hat OneDrive auf dem Rechner…. und kann es nach einer Anmeldung natürlich nutzen.

Jetzt scheint Microsoft – vielleicht auch wegen der lauten Nutzerkritik – zumindest etwas zurückzurudern und macht es auf einer eigens eingerichteten OneDrive-Bonus-Seite wiederum doch möglich, im Rahmen des kostenlosen OneDrive-Angebots weiterhin 15 GB zu nutzen. Außerdem können demnach die auf Deutsch unter der Überschrift „Bonus für eigene Aufnahmen“ gewährten 15 GB ebenfalls weiter verwendet werden. „Klicken Sie einfach unten und ihr Account wird nicht betroffen sein, wenn die Kapazität des freien Speichers von 15 GB auf 5 GB geändert wird“ so der Konzern.

Wie weiter im Kleingedruckten zu lesen ist, wird es Microsoft über die Seite noch bis zum 31. Januar 2016 möglich machen, den eigenen Account von den Anpassungen bei der Speicherkapazität auszunehmen. Microsoft behält sich dabei wie immer das Recht vor, diese Bedingungen zu jedem Zeitpunkt wieder zu ändern. Klickt man auf den Link „Den kostenlosen Speicher behalten“ erfolgt nach einem Login mit Microsoft-Account-Daten eine kurze Meldung, die bestätigt, dass der Account nicht von den Änderungen betroffen sein wird.

Dass es Microsoft möglich macht, einen Link zu klicken, um von sonst allgemeingültigen Änderungen ausgenommen zu werden ist natürlich ein willkommenes Angebot. Allerdings müssen Nutzer von der Existenz dieser Seite auch erst einmal erfahren. Bei der Neuanmeldung auf OneDrive gibt es darauf auf jeden Fall keinen Hinweis. Lesen Sie mehr bei WinFuture….

Speicherplatz retten!

Webster – Skurriles und Hintergründiges aus dem Netz

webster (1)

Alles, was sich in letzter Zeit so angesammelt hat.