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Wirbel um Facebook-Party am 16.6.

Fpartyline

Die Gemeindeverwaltung von S??ller will eine f??r den 16. Juni geplante Facebook-Party mit voraussichtlich mehr als 4.000 Teilnehmern verhindern. Aufgerufen wurde in dem sozialen Netzwerk dazu, an dem Tag nach ibizenkischem Vorbild ganz in Wei?? am Strand en Repic zu erscheinen. In Facebook und bei Youtube ist unter anderem von Orchestern, Getr??nken, DJs und Shuttle-Service die Rede.

 

In der Gemeinde ist bislang noch niemand vorstellig geworden, um den Hype anzumelden. Sollte dies geschehen, werde man die geplante Party auf jeden Fall verbieten, sagte Tourismus-Gemeinder??tin Catalina Pomar.

Die Deutschen werden immer zorniger

Indem sie den Rettungsschirm f??r die krisengesch??digten L??nder der Eurozone unterst??tzte, ging Angela Merkel schon sehr viel weiter als es ihre W??hler gerne sehen. Die Euro-Bonds, die der neue franz??sische Staatspr??sident Fran??ois Hollande erzwingen will, sind aber wohl ein Schritt zuviel. Immer mehr Menschen bezichtigen die Deutschen der Selbstgef??lligkeit und der Gleichg??ltigkeit gegen??ber der Krise der Eurozone. Ihnen wird die endg??ltige Niederlage des FC Bayern in der Champions League ?? gegen das als Chelsea FC bekannte russische Protektorat ?? ein gewisses Ma?? an Schadenfreude bereitet haben.

 Bei Spielbeginn wurde in der M??nchner Allianz Arena ein gro??es Banner ausgebreitet, mit der Aufschrift „Unsere Stadt, unser Stadion, unser Pokal“. Das Sprachrohr der Bayern, die S??ddeutsche Zeitung, hatte vor dem Spiel die Vorhersagen von nicht weniger als 56 „Experten“ ver??ffentlicht und zu ihrer gro??en Zufriedenheit hielten alle 56 den Bayern-Sieg f??r so gut wie sicher.

 Fassungslose Gesichter im feierlichen Ambiente

 Ich gebe zu, dass ich nach dem Spielergebnis nicht widerstehen konnte und mich auf der Website der S??ddeutschen einloggte, um die Depesche ihres Reporters zu lesen. Aus dem Ballsaal im M??nchner Hotel Postpalast, in dem 800 geladene G??ste Bayerns unausbleiblichen Sieg feiern wollten, schrieb er: „Eine furchtbare Stimmung herrscht ?? fassungslose Gesichter im feierlichen Ambiente.“ Nun, es ist ja nur ein Spiel. Im Gegenteil zum Kampf um die Aufrechterhaltung des Euro, in welchem Deutschland beschuldigt wird, gegen die anderen W??hrungsteilnehmer zu spielen. Dabei m??sste es doch erkennen, dass alle zur selben Mannschaft geh??ren.

 Beim G8-Gipfel der Staats- und Regierungschefs in Washington wurde die deutsche Kanzlerin Angela Merkel in der Tat auf den hei??en Stuhl gesetzt, w??hrend alle anderen, angefangen bei Obama, ihr nacheinander zuredeten, sie solle doch dem Launch der so genannten Euro-Bonds zustimmen und somit die deutschen Steuerzahler effektiv f??r die hohen Schulden des einheitlichen W??hrungsgebiets b??rgen lassen.

 Die Deutschen werden immer zorniger
 

Sieht man einmal davon ab, dass das deutsche Verfassungsgericht seiner Regierung verboten hat, etwas derartiges jemals zu tun, w??re es f??r die deutsche ??ffentlichkeit sowieso v??llig inakzeptabel ?? wie f??r jede souver??ne Bev??lkerung in einer ??hnlichen Lage. Merkel hat ??berhaupt schon viel mehr Garantien gegeben als ihren W??hlern recht ist.

 Die Deutschen werden immer zorniger bei dem Gedanken, dass sie ihre Renten riskieren sollen, anstatt Druck auf ihre weniger vorsichtigen Nachbarn auszu??ben, damit diese „verantwortungsvoll handeln“. Es w??re in der Tat kaum ??berraschend, wenn der inl??ndische Druck dazu f??hren w??rde, das Deutschland aus dem Euro austritt und zu seiner Landesw??hrung zur??ckkehrt.

 Das politische Establishment in Berlin w??rde eine solche Kehrtwendung niemals dulden, obwohl sie wahrscheinlich der ges??ndeste Ausweg sowohl f??r Deutschland als auch f??r das restliche Europa w??re: Die in Euro berechneten Schulden von L??ndern wie Spanien, Portugal und Italien w??rden abgewertet, wodurch die Wahrscheinlichkeit eines v??lligen Zahlungsausfalls zur??ckginge. Unterdessen bliebe Deutschland nach wie vor ein ausnehmend erfolgreiches Exportland, sogar mit einer viel st??rkeren W??hrung: ganz wie vorher, bevor sich der Euro durchsetzte ?? entgegen der d??steren Warnungen der Bundesbank, deren Wirtschaftsexperten immer schon verstanden haben, dass eine W??hrungsunion ohne gemeinsame europ??ische Bundesregierung zum Auseinanderbrechen verurteilt ist.

 Das durchaus Ironische an den aktuellen diplomatischen Tiraden gegen??ber Berlin ist, dass die einzige Alternative zum Zusammenbruch eine Vormachtstellung Deutschlands innerhalb Europa w??re, was bei den Nachbarn im S??den noch mehr anti-deutsche Emotionen ausl??sen w??rde. Vielleicht wichtiger noch: Deutschland war sich seines eigenen historischen Rufs als M??chtegern-Herrscher ??ber Europa schmerzhaft bewusst und willigte wohl auch deshalb ein, die starke D-Mark aufzugeben.


 
Erst jetzt geben die spanischen Banken zu, wie faul ihre Kreditbest??nde sind
 
Es stimmt nat??rlich, dass die deutschen Exporteure viel daran gewonnen haben, in ganz Europa und mit einer gemeinsamen W??hrung mit ihren wirtschaftlich weniger fortgeschrittenen Nachbarn Handel treiben zu k??nnen. Das konventionelle wirtschaftliche Argument lautet, dass die dadurch angeh??uften, hohen ??bersch??sse ja irgendwo bleiben mussten und dass sich dieses „irgendwo“ in ??hnlich hohen Krediten an souver??ne und private Kreditnehmer in der restlichen Eurozone ausdr??ckt. Demnach, so geht das Argument weiter, liegt es in Deutschlands Interesse, sein M??glichstes zur Rettung dieser L??nder zu tun, will es nicht unz??hlige Milliarden an investierten Mitteln einb????en, die es sonst nicht zur??ckerlangt.
 
Rein buchhalterisch ergibt das durchaus Sinn. Doch so wie es damals l??cherlich schien, Peking daf??r verantwortlich zu machen, dass amerikanische Banken Chinas hohe Dollar-??bersch??sse mit verr??ckt-spekulativen Bauprojekten in Florida und Kalifornien wieder in Umlauf brachten, so ist es auch heute seltsam, zu glauben, Berlin sei f??r die ganze spanische Immobilienblase irgendwie moralisch verantwortlich. Es w??re ebenso t??richt, sich vorzustellen, dass die schlimmsten Bankpraktiken nicht zum Weitermachen animieren w??rden, falls die Deutschen einen gro??en Teil dieser Verluste mittels ihrer eigenen Steuerzahler „verstaatlichen“: Erst jetzt geben die spanischen Banken zu, wie faul ihre Kreditbest??nde sind, lange nachdem die Amerikaner es eingestanden haben.
 
Einer unserer eigenen Politiker, Nick Clegg, dachte einst, dieses Land sei verr??ckt, nicht am Euro teilzunehmen, und dr??ngte gestern die Deutschen, die Euro-Bonds doch abzusegnen und somit die Schulden des Kontinents zu sponsern ?? mit dem korrupten Griechenland und allem Drum und Dran. Er erkl??rte einem Spiegel-Reporter gegen??ber, eine solche Vorgehensweise sei „unvermeidlich“, obwohl die deutschen Steuerzahler „nat??rlich nicht gern Zahlmeister von Europa sind“. Wozu der Interviewer des britischen Vize-Premiers fragte: „Wer soll das der deutschen ??ffentlichkeit erkl??ren?“
 
In der Tat. Und gibt nicht in jedem Fall der Zahlmeister den Ton an? Will Europa das wirklich? Deutschland will es nicht ?? und hat damit durchaus Recht.

The Independent London
Dominic Lawson

Facebook: Wer richtig abr??umt

Wer richtig abr??umtDer B??rsengang von Facebook macht Gr??nder Mark Zuckerberg sowie fr??he Investoren und Mitarbeiter steinreich. Manche k??nnen sich auf eine fast schon wundersame Geldvermehrung freuen.

 

MARK ZUCKERBERG: Der Facebook-Gr??nder hielt bisher 533,8 Mio. Aktien, wird sich aber von 30 Mio. trennen, um Steuern zu bezahlen. Sein verbliebener Anteil ist zum Startpreis von 38 Dollar (30,0 Euro) je Aktie rund 19,1 Mrd. Dollar wert. Zudem wird er auch nach dem B??rsengang fast 60 Prozent der Stimmrechte kontrollieren.
ACCEL PARTNERS: Die Investmentfirma war durch ihren Partner James Breyer unter den ganz fr??hen Facebook-Geldgebern ?? und das zahlt sich jetzt aus. 2005 steckte Accel 12,7 Mio. Dollar in das damals noch winzige Online-Netzwerk. Zuletzt hielten Breyer und Accel knapp 201,38 Mio. Aktien, die zum B??rsenstart 7,65 Mrd. Dollar wert sind. Davon versilbern sie 49 Mio. Aktien beim B??rsengang ?? das sind immerhin 1,86 Mrd. Dollar.
DUSTIN MOSKOVITZ: Dieser junge Mann hatte das Gl??ck, sich das Zimmer im Harvard-Studentenwohnheim mit Mark Zuckerberg zu teilen. Er wurde zu einem Mitstreiter in der Anfangszeit von Facebook. 2008 verlie?? er das Unternehmen, behielt aber seinen Anteil und will sich auch beim B??rsengang nicht davon trennen. Die 133,7 Mio. Aktien sind zum B??rsenstart knapp 5,1 Mrd. Dollar wert.
JURI MILNER: Der russische Internet-Investor kam mit seiner Firma DST relativ sp??t bei Facebook an Bord und musste entsprechend einige hundert Mio. Dollar lockermachen. Er kann sich trotzdem auf einen fetten Gewinn freuen. Seine 131,3 Mio. Aktien sind knapp 5 Mrd. Dollar wert. Der Russe macht beim B??rsengang ordentlich Kasse: ??ber 45,6 Mio. Aktien im Wert von 1,73 Mrd. Dollar werden verkauft ?? fast 20 Mio. Papiere mehr als Milner zun??chst loswerden wollte. In einem Jahr darf er weitere Aktien absto??en.
SEAN PARKER: Einst war er an der Musiktauschb??rse Napster beteiligt und galt als „Bad Boy“ des Silicon Valley. Doch Parker bewies ein ums andere Mal ein Gesp??r f??r gute Internet-Gesch??ftsideen, was ihn zum Milliard??r machte. Bei Facebook war er der erste Pr??sident und half Zuckerberg, aus der Netzwerk-Idee ein Gesch??ft zu machen. Seine gut 69,6 Mio. Aktien sind zum B??rsengang ??ber 2,6 Mrd. Dollar wert. Er beh??lt sie alle.
PETER THIEL: Der Internet-Investor war unter den ersten, die ihr Geld auf Mark Zuckerberg setzten. Im Jahr 2004 gaben ihm 500.000 Dollar einen damaligen Anteil von gut zehn Prozent. Zum B??rsengang sind seine 44,7 Mio. Aktien rund 1,7 Mrd. Dollar wert. Einen Teil macht er zu Geld: 16,8 Mio. Papiere im Wert von 640 Mio. Dollar. Thiel war einst Mitgr??nder des Bezahldienstes PayPal, dessen Verkauf an Ebay ihm mehrere Dutzend Mio. Dollar brachte. Durch geschickte Investitionen brachte er es danach zu einem Milliarden-Verm??gen.
SHERYL SANDBERG: Die Managerin, die von Zuckerberg pers??nlich bei Google abgeworben wurde, gilt als die Architektin von Facebooks Milliardenums??tzen. Der B??rsengang wird sie zur Milliard??rin machen: Zusammen mit bald f??llig werdenden Optionen kommt sie auf rund 41,2 Mio. Aktien im Wert von ??ber 1,56 Mrd. Dollar allein zum Ausgabepreis.

Google nimmt „Fahrt“ auf

 

Google Drive soll angeblich bereits in der n??chsten Woche (24.4.) an den Start gehen. Google w??rde mit der kostenlosen Bereitstellung eines Speichervolumens von f??nf Gigabyte das auf zwei GB begrenzte Einstiegsangebot von Dropbox deutlich ??berbieten, Microsoft hat mit 25 GB jedoch die Nase vorn. Die Redmonder bieten allerdings bisher keinen eigenen Desktop-Client f??r SkyDrive. Dieser soll erst im Zuge der Einf??hrung von Windows 8 verf??gbar gemacht werden.

 

Google Drive soll, genau wie Dropbox, Ordner auf den eingeloggten PCs synchronisieren. Das kann ??ber die Webseite passieren, aber auch ??ber ein kleines Softwareprogramm, das auf dem Rechner installiert werden kann.  Man kann Ordner also privat behandeln oder auch im Netz oder nur f??r Freunde freigeben.

 

Dropbox  /  SkyDrive  /  (Google)

Wie sich die Mediennutzung in Deutschland ver??ndert

Betrachtet man traditionelle Medien wie Fernsehen, Radio, Zeitschriften und Tageszeitungen, unterscheiden sich die Nutzungsgewohnheiten von j??ngeren Bev??lkerungsschichten kaum von denen der Gesamtbev??lkerung. Vor allem Fernsehen steht hoch im Kurs, wie eine Infografik von Statista zeigt. Fragt man aber nach digitalen Medien, ??ffnet sich ein tiefer Graben. W??hrend beispielsweise 91 Prozent der 14- bis 29-J??hrigen soziale Netzwerke nutzen, bringt es die Gesamtbev??lkerung gerade mal auf 55 Prozent. ??ltere Menschen vernetzen sich also immer noch lieber ohne elektronische Hilfsmittel – so das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des Branchenverbandes Bitkom.   Spannend wird die Infografik aber, wenn man die Nutzungsdauer mit dem Nutzungsanteil vergleicht. Dann wird offensichtlich, dass die j??ngere Zielgruppe viel weniger Zeit vor dem Fernseher verbringt und diese stattdessen lieber im Internet und mit Musikh??ren verbringt. Oder mit Lesen. Denn auch das zeigen die aus der Online-Studie von ARD und ZDF entnommenen Zahlen: Junge Leute zwischen 14 und 29 lesen viel h??ufiger B??cher als ihre ??lteren Mitmenschen.  

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Was gesagt werden muss – was gelesen werden sollte

Es geh??rt zu den Normalit??ten unserer Zeit, dass alle Welt ??ber einen Text spricht, Meinungen postet und „Stellung bezieht“, ohne den Text ??berhaupt gelesen zu haben. Politisch korrekt, nat??rlich, aber eben auch frei von jeglicher Kenntnis. Der Grass-Text „Was gesagt werden muss“ ist ein solcher Text. Um der Unkenntnis ein wenig entgegen zu wirken und um „Geschwarfel“ m??glichst zu vermeiden, – daf??r gibt es die vielen Talk-Shows im TV – habe ich mir erlaubt den Text als PDF anzuh??ngen. Jeder kann/sollte den Text mal in aller Ruhe durchlesen.

Sportschau am Samstag droht das Aus

Bis sp??testens Ende April, nach einer m??glichen zweiten Bieterrunde, will die DFL bekannt geben, wer die Medienrechte f??r die Erste und Zweite Bundesliga f??r die vier Spielzeiten von 2013/2014 bis 2016/2017 erh??lt. Der aktuelle TV-Vertrag bringt der DFL pro Saison 412 Millionen Euro ein. F??r die kommenden vier Spielzeiten hofft die Fu??ball Liga auf Gesamteinnahmen von etwa zwei Milliarden Euro. Dies w??re ein Plus von 20 Prozent.

Die Sportschau in ihrer bisherigen Form k??nnte ab der Saison 2013/2014 Vergangenheit sein. Denn es ist m??glich, dass statt der Zusammenfassung der Samstag-Spiele um 18.30 Uhr im Free TV die H??hepunkte zuerst ??ber Web-TV im Internet oder ??ber mobile Endger??te gezeigt werden. Die fr??heste TV-Berichterstattung ist dann f??r 21.45 Uhr erlaubt. Das w??rde das Aus f??r die Sportschau bedeuten.

Die ARD zahlt derzeit rund 100 Millionen Euro, um samstags ab 18.30 Uhr in der Sportschau Zusammenfassungen der Spiele ausstrahlen zu k??nnen. Ab der Saison 2013/2014 k??nnte mit dieser jahrzehntelangen Tradition Schluss sein. Das Bundeskartellamt fordert zwar, dass Zusammenfassungen der Spiele weiterhin bis 20 Uhr frei empfangbar sein m??ssen. Jedoch sind die Kartellw??chter auch mit einer Ausstrahlung im Internet zufrieden. Wer sich bei der DFL die Rechte am Segment „Web-, Mobile-TV“ sichert, darf auch die Internet-Sportschau ausstrahlen.

 

Sollte allerdings die traditionelle Sportschau am Samstag von der Mattscheibe verschwinden, weil die Telekom die Bieterschlacht gewonnen hat, dann h??tte der „Rosa Riese“ ein echtes Imageproblem!

A Star is born: die Piratenpartei

Nach dem Achtungserfolg in Berlin sind die „Piraten“ nun auch im Landtag in Saarbrücken vertreten. Und das ist gut so!

Wenn wir uns mal zurück erinnern an die 70er und frühen 80er Jahre, da lag doch einiges im Argen in der Umwelt, im Tierschutz und, last but not least, bei der Atomkraft. Auch vor dem Hintergrund der Nachrüstung (SS20, Pershing) war die Zeit reif für eine Partei, die den „Grünen Gedanken“ in der Gesellschaft vertrat und verankerte. Da die anderen Parteien – das politische Establishment eben – diesen in der Bevölkerung vorhanden Wunsch (oder die Sorge!) nicht aufgriffen, entstand eine immer stärker sich Gehör verschaffende Partei. Nach und nach – in den 90ern und den Jahren danach – entwuchs diese Partei den Latzhosen und Sonnenblumen. Mittlerweile gehören die „Grünen“ selbst zum Establishment und haben Schwierigkeiten festgefahrene Strukturen zu vermeiden.

Es ist die Zeit für eine neue Partei gekommen, die wiederum eine Strömung der Zeit aufgreift und/oder darstellt, eine Generation später und in bislang noch nicht gekannter Form. Dank dem Internet! Historisch gehen die von den Piratenparteien vertretenen Positionen teilweise auf Organisationen wie die der Electronic Frontier Foundation und des Chaos Computer Club zurück, die aus der technik-enthusiastischen Hacker-Kultur entstandene Ethik vertreten, in der Informationsfreiheit und freier Wissensaustausch einen sehr hohen Stellenwert haben und Information, da immateriell, keinen Besitz oder Eigentum darstellen kann.

Es kann natürlich sein, dass bei den Bundestagswahlen im Jahre 2036 das Internet ein uralter Hut ist und der freie Wissensaustausch längst von einer „Dont’t be evil“-Behörde zum Wohle aller reglementiert wird. Wenn wir uns dann mal zurück erinnern an die Jahre 2012 bis 2015, da lag doch einiges im Argen auf den Datenautobahnen, bei der Datenspeicherung auf Vorrat und in den sozialen Netzen.

Tja, Respekt!

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Willi Brandt sagte schon damals Deutschland wird „n??rdlicher“ und „protestantischer“ – und das war irgendwann in der Wendezeit!