Archiv der Kategorie: Buchtipp

Vom Rhein sein, das heißt: vom Abendland

Hartmann: Ich weiß es nicht. Wahrscheinlich wegen…es ist da etwas mit meinem…Nachweis. Eine meiner Urgroßmütter scheint aus dem Ausland gekommen zu sein.

Harras: Ach da sind Se wohl nich janz arisch. Was?

Hartmann: Man hat das oft in rheinischen Familien. Jedenfalls sind die Papiere nicht aufzufinden.

Harras: Naja. Dann begreif ich natürlich Fräulein Morungen. Dann sind Sie ja ’n Mensch zweiter Ordnung. Da könn‘ Se ja keene Parteikarriere machen.

Hartmann: Nein, Herr General.

Harras: Schrecklich. Diese alten verpanschten rheinischen Familien! … (lacht vor sich hin) Stell’n Se sich doch bloß mal ihre womögliche Ahnenreihe vor: da war ein römischer Feldherr, schwarzer Kerl, der hat einem blonden Mädchen Latein beigebracht. Dann kam ’n jüdischer Gewürzhändler in die Familie. Das war ’n ernster Mensch. Der ’s schon vor der Heirat Christ geworden und hat die katholische Haustradition begründet. Dann kam ’n griechischer Arzt dazu, ’n keltischer Legionär, ’n Graubündner Landskecht, ein schwedischer Reiter…und ein französischer Schauspieler. Ein…böhmischer Musikant. Und das alles hat am Rhein gelebt, gerauft, gesoffen, gesungen und…Kinder jezeugt. Hm? Und der Goethe, der kam aus demselben Topf, und der Beethoven, und der Gutenberg, und der … Matthias Grünewald. Und so weiter, und so weiter. … Das war’n die besten, mein Lieber. Vom Rhein sein, das heißt: vom Abendland. Das ist natürlicher Adel. Das is Rasse. Sei’n Sie stolz drauf, Leutnant Hartmann, und hängen Sie die Papiere Ihrer Großmutter auf den Abtritt!

….

Und jetzt dürfen Sie raten aus welchem bekannten Bühnenstück diese Passage stammt!

Des Teufels General

Rettung durch Linux Mint 17.2

Hin und wieder muss man sich mal etwas Neues gönnen. Bei mir war dieses ein neues Notebook. Ich sage nicht die Marke, aber dieser Marke konnte ich schon lange vertrauen. Dieses neue Notebook war ein echtes Schnäppchen, und das mit einer bombigen Aussattung an Arbeitsspeicher und Festplatte usw., allerdings ohne DVD-Laufwerk (wer braucht das heute noch?).

Windows 10 war vorinstalliert und vollgepackt mit „Bloatware“, all den Dingen wie Spiele, Videospielereien usw., die ich nicht drauf haben will. Also, kurzer Prozeß, runter mit dem Quatsch, Festplatte formatiert und Windows 7 per USB-Stick drauf. Wunderbar, alles lief, nur die Treiber spielten verrückt und schrieen nach Windows 10. Das hiess wieder einen Stick anfertigen – kein Problem mit der Windows 10-ISO – und aufgespielt, was erstaunlich schnell in ca. 10 Minuten erledigt war. Und dann die Frage nach der MS-Lizenz. Pech: die Platte war geputzt und die Beilagen für das Notebook waren nicht vorhanden. Im Packet war tatsächlich nur das Notebook und der Netzadaüter – was will man mehr für den unschlagbaren Preis.

Also folgte der dritte USB-Stick, diesmal mit Linux Mint 17.2. Die Installation ging sogar noch schneller. Nach 8 Minuten hatte ich ein komplettes Betriebssystem, genau nach meinem Geschmack, auf der Platte. Netzwerkkabel funktionierte sofort und WLAN-Treiber brauchten auch nicht lange. Dann noch „meine üblichen Programme“ drauf: Chromium, Donnervogel, GParted und eine Textprocessor (egal ob Libre, Open oder Softmaker), das war’s denn alles andere ist bereits mitinstalliert. Ach ja, wichtig, WINE muss sein. WINE ist ein kleines Programm, mit dem ich Windows unter Linux bearbeiten kann, ohne nennenswerte Zeitverzögerung. Ich habe praktisch zwei Welten unter einem Dach. Eine Dropbox, läuft wunderbar unter Linux, darf nicht fehlen.

Ich bin zufrieden. Linux Mint ist hervorragend und problemlos. Wer Windows 7/8 mag, dem sei diese Linux-Distribution empfohlen. Keine Abstürze, keine überflüssige Software, keine Viren oder so, Sicherheit und Spaß an der Arbeit mit dem Rechner.

Hier mein derzeitiger Schreibtisch:

 

Windows 10 sehe ich durchaus kritisch. Das Leben bzw. die Arbeit am Rechner mag zwar viel einfacher werden, aber der normale Nutzer wird kaum die richtigen Schalter finden, geschweige denn: drücken, um zu verhindern, dass alles was er tut öffentlich ist. Microsoft ist auch ein Datenkrake und weiss, wo, wie und mit wem man Geschäfte machen kann.

Adolphsdorf: Der 3. Juli eigentlich ein Feiertag

Bis etwa 1927 genügte ein verbesserter Sandweg als Dorfstrasse. Versteht sich, denn vor 1914 gab es etwa 20 Pferde im Dorf und alles Wichtige wurde übers Wasser(„Schiffgraben“)  transportiert. 1927, es gab immerhin fast 50 Pferde, erhielt der Verbindungsweg zwischen Adolphsdorf und Tüschendorf eine Klinkerbepflasterung. „Unten im Dorf“ wurden 1929 ca. 2,5 Kilometer gepflastert. Die Mitte und der Rest blieben Sandweg, bis 1943. Mitten im Krieg war das Dorf „durchgehend bepflastert“. Es ist sicher ein Gerücht, dass in den 50er Jahren die Bremer Autoschmiede Borgward ihre neuen Modelle auf der Adolphsdorfer Dorfstrasse einem Härtetest für die Federung unterzog. Aber Anfang der 60er Jahre war sie genau das.

  

1963 wurde die Klinker entfernt, jeder bekam seinen Teil, und die Dorfstrasse war wieder ein Sandweg. Und das gut zwei Jahre lang. Als Kinder hatten wir natürlich unseren Spass damit – viel Sand und tolle Pfützen. Wer auf diese Strasse angewiesen war, hatte natürlich weniger Freude damit.

Aber am 3. Juli 1965 – heute vor 50 Jahren – wurde nach 10 Jahren Planung und Bau die jetzige Hartteerstrasse eingeweiht. Eine glatte Fläche von „unten“ bis „oben“, ideal für Rollschuhe, denn alle drei Stunden kam mal ein Auto vorbei.

TrendMaps – und nun staunen Sie!

Dieser Ordner hat es in sich. TrendMaps ist eine Sammlung von Webseiten, die das Unsichtbare sichtbar machen. Cyberangriffe, die Bewegungungen von Haien, Schlagworte bei Twitter oder Winde über den Ozeanen – und alles in Echtzeit. Auch Flug- und Schiffsbewegungen werden sichtbar gemacht. Schauen Sie mal rein und staunen Sie los!

TrendMaps

Es gibt ein paar Leckerbissen

Kerstin Tönjes berichtet in den „Grasberg News“ auf Facebook: Beim Sommerblütenfest am 21. Juni gibt es noch eine Besonderheit: Migranten und Asylbewerber bieten selbstgemachte Gerichte aus ihren Herkunftsländern an. Zum Beispiel: Türkische Pizzam Burek, gefüllte Weinblätter, Mazedonische Torte.

Ab 13.15 Uhr im Kaffee International vor oder im Gemeindehaus. Schaut doch mal vorbei, probiert und nehmt Kontakt auf — isst lecker.

 

100 Jahre, immer noch weise

Der 100jährige-Kalender ist nicht von Hundertjährigen für Hundertjährige gemacht, nein, er zeigt ganz allgemein die Wettertendenz eines Jahres. Das Jahr 2015 ist ein „Jupiterjahr“. Das Jupiter-Jahr ist ziemlich warm und mehr feucht als trocken. Weil das vorangegangene Saturn-Jahr mit seinem langen Winter und grimmiger Kälte im Frühling noch lange nachwirkt, gibt es ein spätes Jahr. Obwohl Jupiter zu aller Fruchtbarkeit geneigt ist, können in diesem Jahr alle Früchte manchmal erst drei Wochen später als in anderen Jahren gedeihen.

Die vier Jahreszeiten:

Frühling
Der Frühling ist bis in den Mai kalt und feucht, in der Mitte für zehn oder zwölf Tage schön temperiert und angenehm, danach aber bis zum Ende wieder kalt und feucht.

Sommer
Der Sommer ist anfangs kalt und feucht, in der Mitte warm mit schönen Tagen und vielen Gewittern, gegen Ende dann sehr heiß. Wenn das Jupiter-Jahr einen dürren Sommer hat, was alle 28 Jahre einmal geschieht, so wird danach das Getreide teuer. Es hat aber noch nie einen dürren Sommer gegeben, wenn nicht zuvor zwischen Februar und Mai eine Sonnenfinsternis gewesen ist.

Herbst
Der Herbst ist durch und durch feucht und durch stetigen Regen gekennzeichnet, es sei denn, dass zuvor eine Sonnenfinsternis aufgetreten ist.

Winter
Der Winter ist am Anfang einige Tage lang sehr kalt und bringt daher viel Schnee. Danach aber ist es bis zum Ende sehr mild ohne Schnee, aber mit viel Wind.

Na, wenn das denn so ist, dann könnten wir mit dem kommenden Sommer ganz zufrieden sein. Übrigens, hatten wir nicht gerade im April eine Sonnenfinsternis?

Worpsweder Künstler online

Künstler aus Worpswede und umzu stellen Ihre Bilder und Fotografien zum Verkauf zur Verfügung. Über die Worpsweder Onlinegalerie kann vom Werk des Künstlers ein digitaler Kunstdruck in verschiedenen Größen bestellt werden. Natürlich werden auch die Originale des Künstlers zum Verkauf angeboten. Die Worpsweder Onlinegalerie möchte mit der Seite einerseits Künstlern helfen, die Kunstwerke weltweit zu vermarkten und andererseits den Käufern die Möglichkeit geben, ein Stück Worpswede – ob Original oder Kunstdruck auf Leinwand – im eigenen Wohnzimmer hängen zu haben. Phantasie heißt nicht sich etwas auszudenken, sondern sich aus den Dingen etwas zu machen.

Nun, den letzten Satz kann man unterschreiben, muss man aber nicht. In jedem Fall lohnt sich ein Besuch in der Worpsweder Onlinegalerie.

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Nun, den letzten Satz kann man unterschreiben, muss man aber nicht. In jedem Fall lohnt sich ein Besuch in der Worpsweder Onlinegalerie.

Ein Platz für Leseratten

Flohmärkte sind einfach herrlich. Man kann ein echtes Schnäpchen machen oder – anders herum – einfach Platz schaffen, da wo Platz gebraucht wird. Im Bücherregal zum Beispiel! Am Donnerstag vormittag startet der große Bücherflohmarkt der Bibliothek Lilienthal. Diesmal sind besonders viele Kinderbücher und CDs dabei. Es lohnt sich!!!

Buchempfehlung: Der Junge muss an die frische Luft

Mit »Ich bin dann mal weg« hat er Millionen Leser inspiriert, persönliche Grenzen zu überschreiten. Jetzt spricht Hape Kerkeling über seine Kindheit; entwaffnend ehrlich, mit großem Humor und Ernsthaftigkeit. Über die frühen Jahre im Ruhrgebiet, Bonanza-Spiele, Gurkenschnittchen und den ersten Farbfernseher; das Auf und Ab einer dreißigjährigen, turbulenten Karriere – und darüber, warum es manchmal ein Glück ist, sich hinter Schnauzbart und Herrenhandtasche verstecken zu können. Über berührende Begegnungen und Verluste, Lebensmut und die Energie, immer wieder aufzustehen. »Was, um Himmels willen, hat mich bloß ins gleißende Scheinwerferlicht getrieben, mitten unter die Showwölfe? Eigentlich bin ich doch mehr der gemütliche, tapsige Typ und überhaupt keine Rampensau. Warum wollte ich also bereits im zarten Kindesalter mit aller Macht „berühmt werden“? Und wieso hat das dann tatsächlich geklappt? Nun, vielleicht einfach deshalb, weil ich es meiner Oma als sechsjähriger Knirps genau so versprechen musste …« Hape Kerkeling, der mit seinem Pilgerbericht »Ich bin dann mal weg« seine Fans überraschte und Leser jeden Alters begeisterte, lädt auf die Reise durch seine Memoiren ein. Sie führt nach Düsseldorf, Mosambik und in den heiligen Garten von Gethsemane; vor allem aber an die Orte von »Peterhansels« Kindheit: in Recklinghausens ländliche Vorstadtidylle und in die alte Bergarbeitersiedlung Herten-Scherlebeck. Eindringlich erzählt er von den Erfahrungen, die ihn prägen, und warum es in fünfzig Lebensjahren mehr als einmal eine schützende Hand brauchte.

Der Junge muss an die frische Luft: Meine Kindheit und ich