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Die Grippewele rollt wieder

Mit vergleichsweise einfachen Mitteln lässt sich eine ganze Menge gegen Grippe tun. Man erspart sich und seiner Umwelt zwei, drei schlimme Wochen. Es gibt schliesslich die Grippeschutzimpfung.

Die können sich nicht erkältete Menschen – am besten in der Zeit Oktober/November – bei ihrem Hausarzt verabreichen lassen. Der Impfschutz ist dann nach etwa zehn bis 14 Tagen gegeben. Aber auch zur Jahreswende ist der kleine Pieks noch zu empfehlen. Häufig rollt eine Grippewelle auch erst im neuen Jahr durchs Land. Die durchschnittliche Impfrate der vergangenen Jahre ist noch nicht optimal. Nur rund 30 Prozent der Erwachsenen und etwa 50 Prozent der Über-60-Jährigen lassen sich gegen die Influenza impfen. Viele meinen einfach nur sie hätten gehört, dass es bei Impfungen ein großes Risiko gäbe oder sie kennen jemanden, der jemand kennt, der schon mal nach der Impfung flach gelegen hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass gerade sie zu den 0,5 Prozent der Menschen gehören, für die eine Grippeimpfung u.U. problematisch sein könnte, ist fast so hoch wie ihre Gewinnchance bei der Fernsehlotterie.

Wen die Grippe dann trotz aller Impf- und Hygienemaßnahmen doch erwischt, der muss einige Tage das Bett hüten und sollte den Kontakt zu Familienmitgliedern während der akuten Ansteckungsphase auf das Nötigste beschränken. Erkrankte sollten sich auch vom Arbeitsplatz fernhalten, schon aus Rücksicht auf die Kolleginnen und Kollegen. Und Lüften, lüften, lüften! Das ist auch unabhängig von einer Grippeerkrankung sehr zu empfehlen. Bei älteren Menschen kann man nur raten, wo es möglich ist, trotzdem bewegen, bewegen, bewegen.

Etwa Lust auf freiwilliges Engagement?

Die Menschen haben Lust auf freiwilliges Engagement, schreibt der Weser Kurier in seiner Ausgabe vom 30. September 2016. Jeder dritte Deutsche (36 Prozent) engagiert sich ehrenamtlich. Diese Zahlen hat das Bundesfamilienministerium 2009 mit einem Freiwilligensurvey ermittelt. Freiwillig Engagierte helfen in den verschiedensten Einrichtungen und setzen sich gemeinsam mit den hauptamtlichen Mitarbeitenden für die Belange der Menschen ein, die ihnen anvertraut sind. Das Ehrenamt vermittelt zwischen Staat und privatem Bürger, soll jedoch nicht die professionellen Berufe ersetzen. Schöne Worte!

Grundsätzlich erfreulich

Die Erfahrungen und Befürchtungen der hauptamtlich Mitarbeitenden sollten allerdings auch mal gehört werden, denn gerade sie investieren viel Zeit in die Einführung und Anleitung der freiwilligen Helfer. Sie tun das allerdings mit einem zwiespältigen Verhältnis zu der Thematik.

Verschiebung in die Ehrenamtlichkeit

Viele Aufgaben konnten früher von Hauptamtlichen erledigt werden. Diese Tätigkeiten machten die Berufe interessant und vielfältig. Mitarbeitende konnten zufrieden in den Feierabend gehen. Das war möglich bis viele Stellen oder Mitarbeiterstunden einfach weggekürzt wurden. Kein Geld, kein Geld, hiess es immer wieder – gerade so als ob man die Wirkung sozialer Hilfen mit dem Rechenschieber messen könnte. Es gab und gibt eine Verschiebung raus aus der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung hin zur „Ehrenamtlichkeit“. Wer aber kann von ehrenamtlicher Tätigkeit satt werden? Wer kann seine Familie ernähren? Das kann höchstens der „Kaiser“.

Auch Ehrenamt macht Arbeit

Es ist vieles dran an der Aussage, dass auch die Ehrenamtlichen Arbeit verursachen. Die bleibt wieder an den Hauptamtlichen hängen. Das ist umso ärgerlicher, wenn die Freiwilligen eigentlich keinerlei Bezug zu der Arbeit haben und nur ihre „soziale Kompetenz“ heraushängen wollen. Auch der durchaus berechtigte Frust der Freiwilligen kommt nie dort an, wo er hingehört, wenn die offiziellen Versprechungen auf die Wirklichkeit treffen.

Kontinuietät in der Planung

Es ist schwer mit der freiwilligen Hilfe zu planen. In den Niederungen des Alltags angekommen, stellen viele fest, dass ehrenamtliche Arbeit auch Arbeit ist. Es fehlt die gewisse Verbindlichkeit in der kontinuierlichen Arbeit. Es ist hier wie überall, am Ende zählt, was dabei herauskommt. Manche Ergebnisse oder Projekte, die in der Presse hochgejubelt werden, sind überflüssig, nicht alltagstauglich oder auf Show getrimmt, wenn sie auf die Realität treffen. Oder sie dienen als Portrait-Kulisse für den nächsten Wahlkampf.

Blick voraus

Diese Reihe liesse sich gewiss fortsetzen. Dennoch ist freiwilliges Engagement wertvoll für uns alle. Viele Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, sind dankbar für das Engagement der Freiwilligen und Ehrenamtlichen. Professionelle Hilfe für sie gibt es oft nicht oder wird nicht finanziert. Gerade für die vielfältigen und verantwortungsvollen Aufgaben und Tätigkeiten im sozialen Bereich wird es irgendwann, vielleicht sehr bald schon, keine qualifizierten Mitarbeiter, mehr geben. Bezahlung, Arbeitsbedingungen und Ansehen in der Gesellschaft sind einfach zu schlecht. Dann ist es gut, wenn die Gesellschaft wenigstens teilweise die Lücken mit freiwillig Engagierten füllen kann.

Senior Discount Shoppers

Sechs ältere Herren, allesamt in den fortgeschrittenen 80er Lebensjahren, haben sich einen Wunsch erfüllt. Sie wollten einmal ein Musikstück aufnehmen. Sie haben also ihre Instrumente geschnappt, sich in einen geheizten Kelleraum einer Seniorenwohnanlage verzogen und mit leicht zittrigen Fingern losgelegt. Leider hatten sie vergessen auf den Aufnahmeknopf zu drücken. Ja, die moderne Technik unterscheidet sich doch sehr von der Aufnahmetechnnik aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts. Ein junger Helfer, der den Bundesfreiwilligen-Dienst ableistet, hörte das und zauberte sein Tablet herbei. Heraus kam eine MP3-Datei, die die sechs älteren Herren doch sehr ins Erstaunen versetzt hat. Der Aufnahmeabend wurde noch sehr lang, erst ein Obstler, dann noch einer, und es wurden Pläne geschmiedet für eine „Recording-Karriere“, wie sie es am Ende des Abends nannten. Das allererste Stück, was die Herrschaften aufgenommen (und gemixt) hatten, klang zwar etwas angestaubt und die Finger fanden nicht immer den Takt, aber es riecht nach mehr.

Hier die erste Aufnahme der Senior Discount Shoppers, so nennen sich die älteren Herrschaften, in Anspielung auf den Discountladen gleich neben der Seniorenwohnanlage. Ihren „Hit“ nennen sie ganz zeitgerecht „XAmen“. Hören Sie mal rein.

Keine Bundesliga mehr bei Energy

Als DAB+ vor fünf Jahren an den Sendestart ging, war die Live-Bundesliga im Programm 90elf die Attraktion des nationalen Multiplexes. Nachdem 90elf die Senderechte verloren hatte, konnte Energy ab der Saison 2013/14 in die Bresche springen und schaltete die Reportagen vom neuen Rechteinhaber Sport1 durch. Jedoch ist diese Kooperation jetzt beendet. Liveübertragungen und Konferenzen der 612 Spiele der 1. und 2. Liga gibt es in der Saison 2016/17 daher nur bei Sport1 Online, per App und Streaming.

„Wir haben den davor kaum wahrgenommenen Audio-Rechten erst einen Wert verliehen. Das nennt man wohl Ironie des Schicksals“, hatte 90elf zum Verlust der Senderechte erkärt. Nach Angaben des 90elf-Betreibers Regiocast hatten 2013 zehn Prozent der Hörer das Programm von 90elf über DAB+ gehört.

Ab der Saison 2017/18 werden die Karten ohnehin neu gemischt: Amazon hat die Konkurrenten um das Audio-Rechtepaket ausgestochen; Insider befürchten nun, dass der internationale Konzern UKW und DAB+ blockiert, um eigene Angebote in Vorteil zu bringen. Wegen des Verlustes der Live-Bundesliga als des wichtigsten Teils der Programms muss sich Sport1.fm dann neu orientieren.

Endlich!

6:5 lautet das Ergebnis des gestrigen Spiels Deutschland:Italien. Das sagt eigentlich alles. In der regulären Spielzeit 90 plus 30 Minuten waren beide Teams gleich stark. Und Italien war immer noch der Angstgegner des deutschen Teams. Das Eltmeterschiessen war ein Drama aller erster Güte. So ein Elfmeterschiessen gibt es eigentlich nur, weil einer weiterkommen muss in dem Turnier. Es ist auch besser als der frühere Losentscheid. Aber sagt es tatsächlich etwas aus darüber, wer nun die bessere Mannschaft ist. Ich denke NEIN. Deutschland hatte diesmal das Glück auf seiner Seite, das verdiente Glück allerdings.

Italien ist und bleibt ein TOP-Team. Niemand sollte vergessen, dass Deutschland es noch nie geschafft hat einen Titel zu holen, wenn es zuvor auf Italien getroffen ist. Dieser Fluch hat jetzt eine Ausnahme gemacht. Das macht Deutschland glücklich, aber hoffentlich nicht überheblich.

Europa braucht mehr Herz

Nun sind sie raus, zumindest in nicht allzu ferner Zeit: die Briten. Schade! Aber das ist gelebte Demokratie, von der sich der Kontinent einiges abschneiden muss. Europa, also die verbliebenen Staaten brauchen mehr Demokratie, mehr Transparenz bei ihren Entscheidungen und weniger aufgeblähte Bürokratie.

Die Nationalisten, die zurück zur Kleinstaaterei wollen, wittern zwar Morgenluft, aber sie täuschen sich. Der Brexit hat gezeigt, dass gerade die jungen Menschen, nicht nur in Großbritannien, auf Europa bauen. Und genau da liegt die Zukunft. Die Generation „Rollator“ hat ihre Zeit gehabt. Wir alle sollten uns auf die Motive der Gründer und Initiatoren der Europäischen Gemeinschaft besinnen: Frieden! Frieden auf dem Kontinent Europa! Das bedeutet Freizügigkeit, Miteinander der Kulturen und Religionen, Meinungsfreiheit, Transparenz und Demokratie. Und es bedeutet, dass die Wirtschaft und der Handel funktionieren.

Es klingt komisch und vielleicht antiquiert, aber es ist so: auch wenn alle austreten, Deutschland bleibt in der EU und beim Euro. Mit Herz, Hand und Verstand!

Schockbilder auf Zigaretten und Schokolade

Der Konsum von Tabakwaren geht zurück und das auch ohne herzergreifende Schockbilder auf den Verpackungen. Gerade junge Leute lassen sich erfreulicherweise kaum noch zum Tabakkonsum verleiten. Es schadet der Fitness und ist absolut nicht trendy. Für alle ist erfreulich, dass es auch nicht mehr diesen indirekten Zwang zum (Mit-)Qualmen gibt. Gleiches gilt übrigens für Alkohol. Alk ist out!

Bleibt aber das Problem der Schokolade bzw. der Fett- und Glutenhaltigen Kost bzw. der „Burger“. Ich denke Schockbilder, wie das hier gezeigte Bild, wären durchaus sinnvoll. Deutschland sollte sich hier Schweiz anschliessen, wo diese Bilder seit Jahresbeginn auf die echte Schweizer Schokolade gedruckt werden.

Werder – lebenslang

Was waren das doch für Zeiten mit Werder. Manche Tage waren einfach nur wunderbar, voller Begeisterung. Werder war mein Verein fürs Herz und die Seele. Das ist auch heute noch so, und gerade heute, wo es um (fast) alles geht. Um den Klassenerhalt. Logisch, die Liebe zum SVW bleibt auch in der 2. Liga, wenn es denn ganz dicke kommen sollte. Aber, aber, das darf bitte nicht passieren.

Die Zeiten, als wir unsere Fahrräder am Osterdeich in die Büsche warfen und die Kartenhäuschen enterten sind vorbei. Auch die Stehplatzkarten für nen Heiermann in der Ostkurve mit den parktischen Stehgittern und dem Regenschirm des Vordermanns gibt es nicht mehr. Und hinterher schnell nach Hause, Sportschau gucken. Merkwürdig, da sahen die Spiele oft ganz anders auch. Live im Stadion, das ist doch etwas ganz anderes, diese Stadionatmosphäre, herrlich! Ich erinnere mich noch an Spiele in den 70ern, z.B. Kickers Offenbach, total im Nebel. Das Spiel konnte man tatsächlich nur akkustisch verfolgen und ahnen, wo der Ball gerade war. Dann die 80er, Abstieg und gleich Wiederaufstieg Dank Otto Rehagel, der später wirklich König Otto wurde. Die Zeit der Wunder von der Weser, ich sage nur Moskau, Dynamo, Neapel und der Stationumbau. SAT1 bekam in Bremen sogar eine vorzeitige Extra-Sendelizenz, um Neapel zu übertragen. Klangvolle Namen und dann Kutzop, auf der Großbildleinwand auf dem Domshof große Bestürzung. 86 wars, aber es zeigte sich schon was in Werder steckte. 88 dann ….. Meister! Und dann ging es richtig los. Es gibt keinen schöneren Ort für eine Meisterfeier als den Marktplatz in Bremen. Unser Gott: Otto im Cafe Knigge! Meister, Meister! Rasant in die 2000er mit dem Double 2004, Thomas Schaaf schwenkt die Fahne aus dem Flieger heraus. – Ja, und dann klappt es nicht mehr so richtig. Aber die Mannschaft lieferte immer noch tolle Spiele ab, allerdings auch einige Totalflopps. Ich sage nur Heidenheim, Preussen Münster usw., um nur einige Pokalschlappen zu nennen. Das führte dahin, wo der Verein jetzt steht bzw. kämpft. Und das ist wichtig, Werder kämpft, nicht nur um die Bundesliga, sondern auch um die Herzen der Fans. Und die werden es dem Verein danken.

Die Fans sind die Besten der Liga. In den letzten zwei Jahren als der große HSV, der Bruder im Geiste, ums Überleben in der Liga kämpfen musste, gab es kein gehässiges Wort aus Bremen. Nein, Bremer stehen hinter dem Fussballsport und ihrem Verein, dem SV Werder in Grün-Weiss, lebenslang.

Darum, Jungs, macht’s nochmal. Ihr bleibt in der Ersten Liga!

In der Mitte Europas

Ich glaube nicht, dass es eine ungerechtfertigte Forderung ist in Kirchen, Synagogen und Moscheen Deutsch zu sprechen, zu predigen und zu lehren. Wir sind in Deutschland, dem Land der Deutschen. Warum sollten Menschen, die Deutsch sprechen, in Kirchen, Synagogen und Moscheen ausgegrenzt werden. Deutsch ist hier Staatssprache, und das ist gut so.

Dieses Land hat bittere Erfahrungen gemacht und sich die Aufklärung hart erkämpfen müssen. Der Dreissigjährige Krieg mit seinen entvölkerten Landstrichen und die Auswüchse des Absolutismus, des „GottesGnadentums“ und des braunen Herrenmenschentums haben uns beigebracht, dass Glaube und Staat sauber zu trennen sind. Die Regeln des Zusammenlebens sind der Vernunft folgend pragmatischer Natur. Sie regeln auch, dass jeder seinen Glauben leben darf, solange er das Recht des anderen respektiert. Dieser Tradition folgenden wird auch das Gastrecht hochgehalten.

Wer sich mit der Trennung von Kirche und Staat nicht anfreunden kann und andere Rechte über das Grundgesetz der Deutschen stellt, hat in Deutschland nichts zu suchen. Er ist nicht willkommen und hat das Gastrecht verwirkt. Wer aber ein geachtetes Mitglied der Gemeinschaft der Deutschen werden möchte, sich versucht zu integrieren, wer Deutsch sprechen, lesen und schreiben kann und auf eigenen Füssen steht, ist willkommen. Wer in Not ist, dem soll geholfen werden.

Es stellt sich also die Frage, warum sollten wir es nicht durchsetzen können in Kirchen, Synagogen und Moscheen Deutsch zu sprechen und den Koran auf Deutsch zu lehren? Auch die Ganzkörperverschleierung ist doch möglich, solange das Gesicht zu erkennen bleibt. In diesem Kulturkreis bedeutet ein offenes Gesicht, dass diese Person nichts zu verbergen hat oder im Schilde führt. Das mag woanders anders sein, aber wir sind in Deutschland, in der Mitte Europas.