Archiv des Autors: xooreal

Verkorkste Pflege

Die Pflegeversicherung ist 1994/95 eingeführt worden, um die Sozialhilfe zu entlasten. Die Last der Pflegekosten ist also vom Steuerzahler auf den Kreis der Versicherten übergegangen. Da Pflege auch damals schon gewaltige Kosten erzeugte, besann man sich darauf die Leistungen der Pflegeversicherung als Zuschuss zu bezeichnen. Wer Geld hat, muss sich keine Gedanken machen. Wer Otto-Normalverdiener ist, den kann es hart treffen. So manches kleine Häuschen ist schon für die nicht von der Versicherung gedeckten Pflegekosten „verfüttert“ worden. Und natürlich gilt ambulant vor stationär, was die eigentliche Belastung von vorne herein der Familie aufbürdet.

Pflege-Ökonomie hört sich harmlos an, aber die Folgen des Einzugs des Kapitals in die Pflege erleben wir jetzt. Wie in Krankenhäusern auch, wo Pflege fast überhaupt nicht mehr stattfindet, erleben wir jetzt in Pflegeheimen, was passiert, wenn Personal eingespart oder schlecht bezahlt wird. Pflege als Profit- oder Renditeobjekt!

Jeder, wirklich jeder weiss, dass das menschenverachtend ist und es jeden, wirklich jeden, von heute auf morgen selbst treffen kann auf andere Menschen angewiesen zu sein. Wer soll dann da sein? Ein paar gestresste Lohnsklaven auf der einen Seite, dickbäuchige Aktionäre auf der anderen Seite vielleicht.

Pflege braucht nicht das x-te Reförmchen, mit der sich neue Minister profilieren möchten. Die Sache ist verkorkst! Pflege braucht eine gänzlich neue Struktur und gut bezahltes Personal, das gesellschaftliche Wertschätzung erfährt.

Da liegt noch so einiges im Bürgerpark

Kürzlich fanden Kinder beim Spielen im Bremer Bürgerpark einige Gewehrgranaten aus dem Krieg. Diese waren noch scharf. Zum Glück reagierten die Kinder richtig und haben die Finger davon gelassen und die Polizei informiert.

Der Bürgerpark hat im Frühjahr 1945, in den letzten April-Tagen, turbulente Stunden erlebt. In einem Bunker an der Parkallee war der letzte Gefechtsstand des Bremer Kampfkommandanten. Auf der anderen Seite des Bürgerparks spielte sich ein tragisches Drama vor einem der Bunker an der Neukirchstrasse ab. In den letzten Stunden vor der Kapitulation Bremens und der Übergabe an die Engländer traf ein Tieffliegerangriff viele Frauen und Kinder, die vor dem Bunker auf die Ausgabe von Milch warteten. Es gab im letzten Moment noch viele Opfer. Den Findorffern signalisierte ein paar Stunden später eine große weisse Fahne, die aus dem Klohäusen am Eingang zum Bürgerpark hing, das Ende der Kämpfe. Auch auf der anderen Seite des Bürgerparks endeten die Kämpfe. Der Kampfkommandant gab auf – endlich! Die letzten Soldaten hatten es geschafft. Sie kamen in englische Kriegsgefangenschaft. Die Engländer zogen weiter und standen schon in den ersten Maitagen vor Hamburg. Das schwer zerstörte Hamburg musste als „Offene Stadt“ nicht, wie Bremen, noch sinnlose Kämpfe in allerletzter Minute erleben.

In dem Trubel dieser Tage, gleich nach der Kapitulation, haben Findorffer Jungs ihre „Werkzeuge“ wie Fanfaren, Standarten, Trommeln und einige nun nicht mehr gebrauchten Bilder des Führers im nördlichen Bürgerpark vergraben. Es wird auch der eine oder andere „Ehrendolch“ dabei gewesen sein. Diese Buddelaktion ist von mehreren jugendlichen Zeitzeugen bestätigt. Die einzige Ortsangabe lautetete allerdings: beim „Judentempel“. Damit wird heute kaum jemand etwas anfangen können, aber die Waldbühne soll nicht weit entfernt gewesen sein. Einige Schilderungen sind der Hektik der Situation geschuldet und einiges ist sicherlich auch übertrieben oder frei erfunden. Alle sind sich aber einig in der Schilderung der plötzlichen Ruhe, nachdem die Kämpfe vorbei waren, und in dem Gefühl WIR HABEN ÜBERLEBT.

Buchtip: Kriegsende in Bremen – Erinnerungen, Berichte, Dokumente – 6,49 Euro

Delete Facebook? Jetzt?

Peinlich, dieser Internet-Hype …… da wird wiedermal eine Sau durchs Dorf gejagt, alle sind empört, alle sind besorgt, aber alle nehmen die Bequemlichkeit gern in Kauf. Jetzt zeigen auch die, die selbst nicht die Schweigsamsten sind, mit dem ausgestreckten Finger auf Facebook. 

Es müsste sich doch längst herumgesprochen haben, dass es 1. im Internet nichts umsonst gibt und 2. im Internet nichts privat ist oder bleibt. Übrigens, auch nicht im versteckten Teil des Netzes, dem gerühmten Darknet. Sobald der Computer oder das Smartphone eingeschaltet wird und mit dem Internet verbunden ist, ist nichts mehr privat! Und das überall auf diesem Planeten!

Das Internet wird sogar zur Gefahr, wenn es kommerziellen Unternehmen überlassen wird die Regeln aufzustellen und selbst Länder, Staaten und demokratisch gewählte Regierungen nichts mehr zu melden haben.Soll Europa, soll Deutschland eine Kolonie der Internetriesen bleiben? Nein, selbst auf die Möglichkeit hin, dass wir einen großen Teil liebgewordener Gewohnheiten aufgeben müssen und in tristen Innenstädten oder Shopping-Malls einkaufen müssen. Oder wieder zum Telefonhörer greifen oder Briefe schreiben müssen! Lesen können ist ohnehin ein Vorteil auch in der nächsten Welt!

Mal ein Wort zu Facebook

Facebook bezeichnet sich selbst gern als „Community“ (als Gemeinschaft). In einer Gemeinschaft aber finden alle Gehör und alle bestimmen mit. Das ist bei Facebook nicht der Fall und auch nicht beabsichtigt. Facebook ist ein Wirtschaftsunternehmen, was allein auf Gewinnmaximierung abzielt. Das Unternehmensziel ist es aus der Bequemlichkeit der Zeitgenossen Geld zu ziehen, u.a. durch exakt auf Personen zugeschnittene Werbung. Facebook muss ein Datenkraake sein, um die nötigen Nutzerdaten zu erhalten – und zu verkaufen. Und Facebook kauft Unternehmen, um Nutzer innerhalb des Facebook-Universums zu halten. Für viele Menschen ist es neu, dass Facebook eben nicht das Internet ist, sondern nur ein erfolgreiches Unternehmen innerhalb des Internets. Für viele ist es vielleicht neu: man muss noch nicht einmal einen Account bei Facebook haben, um genau von Facebook verfolgt zu werden. Sogar ein nagelneuer Rechner schafft nur zwei oder drei Minuten, bevor er per Browser in die Fänge von Facebook gerät.

Zeit ist Geld für Facebook. Je länger ein Nutzer auf den FB-Seiten gehalten wird, um so größer wird der Profit für Facebook. Mitbestimmung der Nutzer ist nicht vorgesehen. Da Facebook aber von Algorithmen beherrscht wird und fast auschliesslich damit arbeitet, ist es nicht unwahrscheinlich, dass aufgrund der Datenflut über kurz oder lang falsche Entscheidungen getroffen werden. Und dann ist Facebook eine Internet-Legende.

Ich selbst kommunizieren zwar über Whatsapp (gehört zu Facebook!), selten aber über Facebook. Diese Seite ist für mich nur eine Projektionswand für das, was ich über Buffer in die Welt blase.

Keine Verbesserungen in Bremen

Für Heime, die Pflegeeinrichtungen gleichgestellt sind, gilt lt. Brem. Beschlussprotokoll vom 7.12.2017 eine Fachkraftquote von 3 auf angefangene 30 Bewohner. Die Fachkraftquote für den Nachtdienst ist von eins zu 50 auf eins zu 40 erhöht worden. Für alle anderen Heime, die nicht Pflegeeinrichtungen oder gleichgestellt sind, gilt eine für die Tätigkeit angemessene und den Leistungsvereinbarungen entsprechende Personalpräsenz.

Bemerkenswert ist aber, dass die Berufsgenossenschaft Sozial & Gesundheit die Möglichkeit zur Eigensicherung der Mitarbeitenden, u.a. mindestens durch jeweils einen zweiten Mitarbeitenden, für erforderlich erachtet. Sicherlich spielt die vorhandene Personalpräsenz auch bei der Personalgewinnung eine bedeutende (oder abschreckende) Rolle.

NEU: Personen, die den Bundesfreiwilligendienst oder ein FSJ absolvieren oder Azubis sind, dürfen generell auf den Personalschlüssel angerechnet werden, aber nicht alle Tätigkeiten ausführen.

Die Tage werden länger

Es war immer schon mein Wunsch einmal solch eine kleine Skizze anzufertigen. Es ist ganz einfach beruhigend zu wissen, dass die Tage ab dem 21. Dezember wieder länger werden. Der Sonnenaufgang erfolgt von Tag zu Tag früher, der Sonnenuntergang später. Und wenn dann noch Sonne dazwischen liegt, dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Und im April kommen die Schwalben …

Überlastungsanzeige ist praktisch verpflichtend

Im September 2016 sollte eine Pflegerin in der Asklepios Fachklinik in Göttingen als Vertretungskraft auf einer mit 24 Patienten belegten offenen Station eingesetzt werden. Neben ihr war dort lediglich noch eine Auszubildende im Einsatz. Die Klägerin hielt die personelle Besetzung für unzureichend, sie meldete sich bei dem Pflegedienstleiter. Die Station bekam eine weitere Auszubildende zugeteilt, die ebenfalls stationsfremd war. Außerdem wurde der Klägerin mitgeteilt, dass sie im Falle von unvorhersehbaren Arbeitsspitzen Unterstützung von der Nachbarstation bekommen könne.

Die Pflegefachkraft hielt die Personalsituation weiterhin für unzureichend und verfasste eine sogenannte Gefährdungsanzeige. Nach dem Arbeitsschutzgesetz sind Beschäftigte dazu verpflichtet, unverzüglich ihrem Arbeitgeber oder zuständigem Vorgesetzten jede von ihnen festgestellte unmittelbare erhebliche Gefahr für die Sicherheit und Gesundheit zu melden. Da sie normalerweise auf einer anderen Station arbeite, habe sie keinen der Patienten gekannt, berichtete sie in der Verhandlung. Gerade in einer psychiatrischen Klinik sei es aber wichtig, dass man die Patienten kenne, um mögliche Krisen schnell erkennen und darauf reagieren zu können. Deshalb hätte auf der Station noch eine zweite examinierte Fachkraft eingesetzt sein müssen. Ihr Arbeitgeber hielt die Gefährdungsanzeige für unberechtigt und sprach daraufhin eine Abmahnung aus.

Das Arbeitsgericht Göttingen hielt die Abmahnung für unberechtigt, da diese dem Sinn und Zweck des Arbeitsschutzgesetzes widerspreche. Dieses verpflichte Arbeitnehmer dazu, daran mitzuwirken, dass keine Gefährdungslagen entstehen. Dabei komme es nicht darauf an, ob eine objektive Gefährdung bestehe. Arbeitnehmer könnten auch aufgrund ihrer subjektiven Einschätzung eine Gefährdungsanzeige erstatten. Der Arbeitgeber könne gegebenenfalls mit einer Gegendarstellung reagieren, nicht aber mit einer Abmahnung. Der Arbeitgeber muss eine Abmahnung aus der Personalakte der Fachkraft löschen. Es gebe auch keine Anhaltspunkte dafür, dass die Gefährdungsanzeige missbräuchlich erstattet worden sei. Beschäftigte müssen Gefährdungen melden. Eine subjektive Einschätzung reicht für eine Gefährdungsanzeige.

Quelle: NDR

Chronik eines Erfolges: Microsoft Windows

Windows 1.0

Windows 1.0 wurde bei seiner Vorstellung 1983 anlässlich der Computermesse COMDEX noch als „Interface Manager“ für DOS präsentiert. Erst einige Zeit später erhielt die Software von Microsofts Marketing-Strategen den Namen „Windows“. Hintergrund war, dass die hauseigenen Entwickler stets von Fenstern – also „Windows“ -sprachen, wenn es um den Umgang mit den einzelnen Teilen der Oberfläche ging. 

Der Einführungspreis von Windows 1.0 lag 1985 bei gerade einmal 99 US-Dollar, was im Vergleich zu den heute oft sehr teuren Premium-Varianten von Windows und den damals üblichen Technikpreisen recht wenig scheint. Letztlich wurde Windows 1.0 jedoch kein großer kommerzieller Erfolg, denn die Zahl der verfügbaren Anwendungen war sehr gering. Schon damals setzte Microsoft auf einen Vertrieb, der nicht nur über Händler, sondern auch über einen direkten Kontakt zu den Hardware-Herstellern lief. 

Die Bedienung von Windows 1.0 erfolgte über einen recht simplen Datei-Manager, über den die ausführbaren Dateien der einzelnen Programme ausgewählt und gestartet werden konnten. Der Anwender konnte sich dann mehrere Dokumente in verschiedenen Fenstern anzeigen lassen. Erstmals hielt eine Art Taskleiste Einzug, bei der die verschedienen geöffneten Programm am unteren Bildschirmrand anhand von Symbolen ausgewählt werden konnten. Die Bedienung erfolgte mit Maus und Tastatur. 

Die am 21. November 1985 vorgestellte erste tatsächlich verfügbare Version von Windows trug die Nummer 1.01. Seit Mai 1986 waren erstmals Varianten in einigen europäischen Sprachen erhältlich, darunter auch eine deutsche Ausgabe, die für rund 340 D-Mark angeboten wurde. Im Laufe der Zeit erhielt Windows 1.0 einige Updates, die allerdings nur kleinere Verbesserungen enthielten, zu denen auch aktualisierte Treiber für verschiedene Geräte gehörten.

Windows 2.0

Windows 2.0 brachte 1987 gegenüber der Version 1.0 zwar nur vergleichsweise wenige Neuerungen mit sich. Dazu gehörte, dass Fenster nun auch überlappend angezeigt werden konnten. Außerdem ließ sich nun die Größe ändern und das bis heute übliche Wechseln zwischen verschiedenen Fenstern mittels ALT+Tab war erstmals möglich. In technologischer Hinsicht war Windows 2.0 vor allem deshalb ein Meilenstein, weil die Variante Windows/386 erstmals die 32-Bit-Technologie von Intels 80386-Prozessoren unterstützte. Darüber hinaus gab es Word und Excel erstmals auch für Windows. 

Mit Windows 2.0 begann zudem eine langwierige rechtliche Auseinandersetzung mit Apple. Mitte März 1988 reichte Apple Klage ein, weil man durch verschiedene Elemente der Benutzeroberfläche das Urheberrecht verletzt sah. Apple war der Überzeugung, dass Microsoft in Sachen Benutzerführung und Oberflächengestaltung dreist beim Mac geklaut hatte, wobei es unter anderem um die Anzeige überlappender Fenster ging. Die Richter in dem Verfahren ließen nur einen kleinen Teil der fast 200 Klagepunkte von Apple überhaupt zu dem Verfahren zu. Mitte April 1992 wurde dann entschieden, dass die meisten Elemente der Oberfläche nicht durch das Urheberrecht geschützt werden können. 

Windows 3.0

Als Windows 3.0 1990 auf den Markt kam, hielten zahllose Neuerungen und eine Vielzahl von Programmen Einzug, die dafür sorgten, dass man, obwohl Windows weiterhin auf DOS aufsetzte, erstmals von Windows selbst als Betriebssystem sprach. Seit der Version 3.0 kann Windows auf verschiedenen Plattformen eingesetzt werden, ohne dass dafür eine speziell für den jeweiligen Prozessor gedachte Version nötig ist. Ab Werk wurde nun die Grafikausgabe per VGA unterstützt und die bis heute übliche Registrierungsdatenbank hielt Einzug. 

Windows 3.0 wurde millionenfach verkauft. Bereits nach vier Monaten hatte Microsoft eine Million Kopien zu einem Verkaufspreis von 150 Dollar abgesetzt. Bis zum Jahr 1991 ging Windows 3.0 dann immerhin 25 Millionen Mal über die Ladentheken. Allmählich begann auch der Abschied von der Diskette als Installationsmedium, denn schon die mit Multimedia-Funktionen erweiterte Ausgabe Windows 3.00a wurde nur noch auf CD-ROM angeboten. 

Windows 3.1 und 3.11

Mit dem Anfang März 1992 veröffentlichten Windows 3.1 begann der große kommerzielle Erfolg von Microsofts Betriebssystem. Ab dieser Ausgabe wurden Soundkarten standardmäßig unterstützt und die Ausgabe von hohen Bildschirmauflösungen und Farbtiefen bis zu 32 Bit wurde möglich. Dies sorgte allerdings auch dafür, dass viele Programme, die für die Vorgängerversion entwickelt wurden, nicht mehr in Verbindung mit dem neuen Windows 3.1 eingesetzt werden konnten. 

Microsoft nahm mit Windows 3.1 auch den Kampf gegen „Softwarepiraten“ auf, indem das Unternehmen ein Hologramm auf den Installationsmedien und das so genannte Echtheitszertifikat einführte. Außerdem erprobte Microsoft eine Art Prüfung, durch die Probleme mit alternativen DOS-Versionen wie DRDOS verursacht werden sollten, deaktivierte diese aber in der fertigen Retail-Verion. Zu den technischen Neuerungen gehörten die Unterstützung für TrueType-Fonts und die Möglichkeit, Dateien zwischen Fenstern per Drag and Drop hin und her zu bewegen. 

Mit dem im November 1993 erschienen Windows 3.11 für Workgroups wurde erstmals der Zugriff auf das Internet möglich. Über ein Update konnte das TCP/IP-Protokoll nachinstalliert werden, so dass langfristig auch die Chance bestand, per ISDN und DSL ins Internet zu kommen. Die Mindestanforderung war damals ein 386SX oder 386DX Prozessor von Intel oder ein kompatibles Produkt von anderen Herstellern wie AMD und VIA. Windows 3.11 war insgesamt 15 Jahre verfügbar, konnte es doch bis Ende 2008 noch von Geräteherstellern erworben werden, die es unter anderem auf Embedded-Systemen einsetzen. 

Windows NT

Schon 1992 wurde Windows NT, wobei der Namenszusatz für „New Technology“ steht, anlässlich der Win32 Professional Developers Conference in San Francisco erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Zu den Zielen der neuen, modular entwickelten Plattform gehörte eine deutlich größere Stabilität, die das neue System für die Verwendung auf Server-Systemen besser geeignet machte. Es gab Varianten für Workstation- und für Server-Systeme, NT war also von vornherein eigentlich für den Business-Markt konzipiert. 

Mitte 1993 war mit Windows NT 3.1 die erste Ausgabe im Handel erhältlich, mit der der Abschied von der Abhängigkeit von MSDOS begann. Mit NTFS hielt ein neues Dateisystem Einzug und schon von Anfang an wurde ein 32-Bit-Kernel verwendet. Dadurch entstanden diverse Kompatibilitätsprobleme mit den älteren Versionen von Windows, weshalb Microsoft sich entschied, die DOS-basierte Windows-Familie zunächst weiter zu entwickeln, vor allem um Spiele-Nutzern weiter attraktive Produkte zu bieten. 

1994 bzw. 1995 hielt Windows NT 3.5 bzw. 3.51 Einzug. Diese Version brahte vor allem Detailverbesserungen mit, die für eine größere Stabilität sorgten. NT 3.51 unterstützte diverse neue 32-Bit-Anwendungen, die zuvor nicht lauffähig waren und wird noch heute vielerorts auf isolierten Systemen eingesetzt. Es konnte auf diversen Plattformen eingesetzt werden, darunter neben PowerPC auch RISC-Systeme. 

Windows 95 und Windows NT 4.0

Unter dem Codenamen „Chicago“ ging Windows 95 im Jahr 1994 in seine erste breit angelegte Testphase. Mehr als 20.000 Kunden, Enthusiasten, Software-Entwickler und Hardware-Hersteller aus über 20 Ländern in aller Welt erhielten die Vorabversion. Im Februar 1995 ging Windows 95 dann in einer Testversion an wenige ausgesuchte Tester, die allerdings ein Geheimhaltungsabkommen unterzeichnen mussten. Ende August 1995 wurde dann die fertige Ausgabe zum Verkauf freigegeben, mit der der Abschied von der 16-Bit-Architektur endgültig wurde. 

Der Marktstart erfolgte mit einer riesigen Marketing-Kampagne, was dann auch für einen nie dagewesenen Erfolg des neuen Betriebssystems sorgte. Unter anderem hielt nun echtes Multitasking auch bei den „Nicht-NT-Systemen“ Einzug. Mit der zweiten Version Windows 95B wurden erstmals Festplattenpartionen von mehr als zwei Gigabyte Kapazität unterstützt. Besonders auffällig war die stark überarbeitete Benutzeroberfläche, zu der auch das neue Startmenü, Kontextmenüs und der Desktop gehören. Windows 95B bot außerdem erstmals USB-Support, der jedoch erst mit der 1997 erschienenen Version 95C einigermaßen einwandfrei seinen Dienst tat. 

1996 hielt auch Microsofts Browser Internet Explorer 3.0 erstmals auf breiter Front Einzug. Innerhalb der ersten Woche nach dem Termin der offiziellen Verfügbarkeit wurde die Software bereits mehr als eine Million Mal heruntergeladen, obwohl das Internet damals bei weitem noch nicht seine heutige Bedeutung erreicht hatte. Im gleichen Jahr kam außerdem Windows NT 4.0 auf den Markt, das eine ähnliche Oberfläche wie Windows 95 spendiert bekommen hatte. 

Windows 98

Mitte 1998 kam das zuvor unter dem Codenamen „Memphis“ entwickelte Windows 98 auf den Markt, das die Linie der Nicht-NT-Systeme von Microsoft fortführte. Der Verkauf lief als „Update“ zu Windows 95 von Anfang an ordentlich, obwohl Windows 98 zunächst noch zahlreiche Fehler aufwies, die erst mit der späteren Veröffentlichung der so genannten Second Edition einigermaßen unter Kontrolle gebracht werden könnten. Besonders berühmt wurde ein Vorfall während der Vorstellung anlässlich der Consumer Electronics Show 1998, als ein Bluescreen-Absturz den Microsoft-Gründer Bill Gates bei seinem Bühnenauftritt blamierte. Das neue Betriebssystem war anfangs in mehr als 40 Ländern erhältlich. 

1999 wurden mit Windows 98 Second Edition diverse sinnvolle Neuerungen eingeführt, die dem Betriebssystem zu einem schnellen Erfolg verhalfen. Unter anderem wurde die USB-Unterstützung deutlich verbessert und erstmals konnte eine Internet-Verbindung eines Rechners mittels der Verbindungsfreigabe auch von anderen Rechnern genutzt werden. Aufgrund der Beliebtheit wurde der Support deutlich länger aufrecht erhalten als ursprünglich geplant war. Hintergrund waren die Probleme mit Windows Millenium, das bis zur Einführung von Windows Vista oft als größter Fehlschlag in der Geschichte von Windows betrachtet wird. 

Windows Millenium

Windows Millenium war das letzte Betriebssystem der so genannten Windows 9x-Reihe beziehungsweise DOS-Linie. Die Grundlage bildete Windows 98SE, wobei unter anderem der neue Windows Media Player 7 Einzug hielt. Darüber hinaus wurde die Unterstützung für den USB-Standard deutlich verbessert, es gab jedoch von Anfang an massive Stabilitätsprobleme, was Windows Millenium einen nachhaltig schlechten Ruf einbrachte. Erst nach diversen Updates konnte Windows ME einigermaßen zuverlässig eingesetzt werden. 

Windows 2000

Die Betaphase von Windows 2000 begann schon im Herbst 1997 als unter der Bezeichnung Windows NT 5.0 die erste Vorabversion an Tester verteilt wurde. Der Name Windows 2000 wurde ab 1998 verwendet. Mitte Februar 2000 erschien dann die erste finale Ausgabe des vor allem im Business-Bereich sehr beliebten Betriebssystems. Zwar war es mit rund 800 D-Mark sehr teuer, doch im Laufe der Zeit fand Windows 2000 auch unter Privatanwendern viele Fans, was auch auf seine hohe Kompatibilität zu Programmen zurückzuführen ist, die eigentlich für Windows XP entwickelt wurden. 

Die Kunden schätzten an Windows 2000 stets die hohe Stabilität, was bei XP Anfangs keineswegs der Fall war. Gerade in Unternehmen wird Windows 2000 heute noch oft an Workstation-Systemen eingesetzt, was vor allem auf die langjährige Unterstützung durch Microsoft und ständige Aktualisierungen zurückzuführen ist. Im Gegensatz zu den Nachfolgeversionen muss Windows 2000 noch nicht durch Microsoft aktiviert werden, sondern kann nach Eingabe eines gültigen Produktschlüssel sofort genutzt werden. Im Juli 2010 endete der Support durch Microsoft endgültig. 

Windows XP

Mit Windows XP führte Microsoft im Jahr 2001 sein bisher erfolgreichstes Betriebssystem ein, das zuvor unter dem Codenamen „Whistler“ entwickelt wurde. Der Namenszusatz „XP“ steht hier für eXPerience, was die Multimediafähigkeit betonen soll. Windows XP wurde in den Varianten Home Edition, Professional, Media Center Edition und später auch als Tablet PC Edition angeboten. Im Jahgr 2005 wurde zudem eine 64-Bit-Variante eingeführt, die eigentlich auf Windows Server 2003 basiert. Für Entwicklungsländer gab es außerdem die funktionell beschränkte so genannte Windows XP Starter Edition. 

Mit XP hielt erstmals der NT-Kern im Privatkundenbereich Einzug, was neben der neuen Benutzeroberfläche „Luna“ für eine deutlich größere Benutzerfreundlichkeit durch eine erhöhte Stabilität sorgen sollte. Zusätzlich wurde unter anderem das Startmenü ausgebaut, so dass nun zwei Spalten zum Einsatz kamen, die einerseits den Zugriff auf alle Programme und andererseits die am häufigsten genutzten Dokumente und Anwendungen des Anwenders ermöglichen sollten. Der Windows Explorer wurde zudem um Multimedia-Funktionen erweitert, die die Anzeige von Bildern, das Brennen von CDs und den Umgang mit komprimierten Dateien erlaubten. 

Mit der nun perfektionierten Systemwiederherstellung war außerdem das Zurücksetzen des Systems in einen früheren Zustand möglich, was vor allem bei fehlerhaften Installationen von Treibern und Anwendungen Abhilfe bieten sollte. Weitere wichtige Neuerungen waren die Einführung des Dateisystems NTFS im Markt der Privatanwender und die Integration der Windows Firewall, die mit dem zweiten Service Pack deutlich verbessert wurde. Die Kantenglättung für Schriften ClearType wurde bei XP ebenfalls neu eingebaut. 

Windows XP ist bei den Anwendern noch heute extrem beliebt. Zahllose Nutzer blieben auch nach der Einführung des Nachfolgers Windows Vista beim bewährten XP, weil sie keinen Grund sahen, eine Aktualisierung vorzunehmen. Oft herrschte die Meinung vor, ein Upgrade auf Vista lohne nicht, weil keine Neuerungen vorhanden seien, die dies rechtfertigen würden. Der Vertrieb von Windows XP wurde erst vor einigen Wochen offiziell eingestellt. Microsoft leistet nach einer mehrfachen Verlängerung der Frist noch bis April 2014 Support für das fast 10 Jahre alte Windows XP. 

Windows Vista

Wegen des großen Erfolgs von Windows XP wollte Microsoft mit der nächsten Version seines Betriebssystems eine große Anzahl von Neuerungen liefern. Während der Entwicklung kam es jedoch zu massiven Verzögerungen. Selbst ranghohe Manager geben heute zu, dass Microsoft sich zunächst zu hohe Ziele gesteckt hatte, weshalb die Entwickler zwischenzeitlich die Notbremse zogen und die Arbeit am Nachfolger von Windows XP von neuem begann. 2005 erschien die erste Vorabversion von Windows Vista, es dauerte aber noch bis 2007, bis das neue Betriebssystem endlich in den Handel kam. Technisch bot Vista tatsächlich viele Neuerungen. 

Unter anderem wurde die neue Benutzeroberfläche „Aero“ integriert, deren Darstellung teilweise Hardware-beschleunigt erfolgen kann. Aero sorgte für Animationen beim Umgang mit den Programmfenstern und erlaubt den Entwicklern die Nutzung diverser Effekte. Mit der Windows Sidebar wurden zudem die sogenannten Widgets auf den Desktop gebracht. Dabei handelt es sich um Minianwendungen, die zum Beispiel zur Anzeige von Informationen aus dem Internet genutzt werden können, ohne dass dafür ein Browser gestartet werden muss. 

Während Microsoft Windows Vista durchaus als Erfolg betrachtet, gilt das Betriebssystem in der öffentlichen Meinung als weitgehend gescheitert. Trotz zahlreicher Neuerungen wurde Vista von den Kunden nur schleppend angenommen. Innerhalb des ersten Jahres der Verfügbarkeit wurden immerhin 100 Millionen Lizenzen für Vista verkauft. Zahlreiche Unternehmen und Privatanwender verzichteten jedoch auf ein Upgrade auf Windows Vista, da sie der Meinung waren, die Neuerungen würden den Migrationsaufwand nicht rechtfertigen. Zudem war Vista vor der Bereitstellung des ersten Service Packs in vielen Bereichen noch unfertig, was neben der enttäuschenden Perfomance und beschränkter Treiberverfügbarkeit ebenfalls für Frustration unter den Kunden sorgte. 

Windows 7

Windows 7 erhielt seinen offiziellen Namen im Jahr 2008 als im September eine erste Vorabversion an die Teilnehmer von Microsofts Entwicklerkonferenz PDC herausgegeben wurde. Ab Februar 2009 verteilte Microsoft dann die erste breit verfügbare Beta, die mehrere Millionen Mal von interessierten Testern heruntergeladen wurde. Die Nachfrage war sogar so groß, dass Microsoft den Download zwischenzeitlich wegen einer Überlastung seiner Server vom Netz nehmen musste. Die Entwicklung von Windows 7 wurde im Juli 2009 abgeschlossen, es dauerte aber noch bis Ende Oktober bis das neue Betriebssystem im Einzelhandel für jedermann zu haben war. 

Die wohl wichtigste Neuerung in Windows 7 war die grundlegend überarbeitete Taskleiste, bei der nun alle Fenster eines Programms über das jeweilige Programmsymbol erreichbar sind. Das Interface wurde für eine effektivere Nutzung aufbereitet, so dass der Zugriff auf häufig genutzte Dokumente und Anwendungen nun schneller möglich ist. Außerdem konnte Windows 7 dank einer gewissen Touch-Optimierung auch auf Multitouch-Systemen eingesetzt werden. Neu waren auch die so genannten Bibliotheken, in denen Dateien verschiedener Art unabhängig von ihrem jeweiligen Speicherort zusammengefasst werden können. 

Windows 7 wurde vom Markt seinerzeit nach Angaben von Microsoft so gut angenommen wie kein Betriebssystem zuvor. Innerhalb des ersten Jahres der Verfügbarkeit wurden bereits 240 Millionen Lizenzen abgesetzt, was Windows 7 rasch einen Marktanteil von rund 24 Prozent bescherte. Aufgrund von Auflagen der Wettbewerbshüter der Europäischen Union wurde im März 2010 ein Menü zur Browserwahl integriert. Im Frühjahr 2011 erschien das erste und einzige Service-Pack. 

Auch mehr als sieben Jahre nach der Markteinführung war Windows 7 noch immer das am meisten genutzte Microsoft-Betriebssystem, lag der Marktanteil Ende 2017 doch laut Net Applications noch immer bei fast 47 Prozent. Microsoft reagierte noch vor dem Erscheinen des aktuellen Windows 10 auf das weiterhin große Interesse an Windows 7 und hat den Support daher bis ins Jahr 2020 verlängert. 

Windows 8 und Windows RT

Als Nachfolger von Windows 7 erschien im August 2012 das häufig kritisierte Windows 8. Mit der neuen Version, die unter Führung von Steven Sinofski und Julie Larson-Green entstand, versuchte Microsoft eine ganze Reihe von Neuerungen umzusetzen. Vor allem der neue sogenannte Startscreen sorgte zunächst für große Aufregung, weil mit ihm das Konzept der sogenannten Live-Tiles an die Stelle des klassischen Startmenüs trat und von den Nutzern eine grundlegende Umgewöhnung abverlangte. Der Startscreen war der Versuch, Windows für eine Touch-basierte Zukunft fit zu machen, doch für viele Anwender war die Umstellung schlichtweg zu drastisch. 

Zwar führte Microsoft zusammen mit seinen Hardware-Partnern zunächst eine Vielzahl von Tablets- und 2-in-1-Geräten mit abnehmbarer Tastatur ein, doch diese kamen bei den Nutzern nicht sonderlich gut an – was häufig auf das Betriebssystem zurückgeführt wurde. Seit Windows 8 gibt es nicht nur den Startscreen, sondern auch spezielle Apps und ein vollkommen überarbeitetes Design, die eigentlich für den Einsatz auf Geräten aller Art mit unterschiedlichsten Bildschirmgrößen konzipiert sind. Weil diese Apps ein neues Rahmenwerk nutzen, können sie auch auf ARM-basierten Geräten laufen, weshalb Microsoft zum Start von Windows 8 sogar mit dem Surface ein eigenes Tablet mit abnehmbarer Tastatur einführte, das auf einem ARM-Prozessor von Nvidia basierte. 

Das auf den ARM-basierten Geräten verwendete sogenannte Windows RT war im Grunde der Versuch, vollständig auf die neue Design-Sprache und die neue Art der weitestgehend plattform-unabhängigen Anwendungsentwicklung zu setzen. Aufgrund der weiterhin mangelnden Integration zwischen den neuen Apps, dem weiterhin großen Bedarf an der Nutzung der klassischen Windows-Software und dem teilweise nicht wirklich ausgereiften Design wurde Windows 8 für Microsoft schnell zum Desaster. Das Unternehmen entschied sich deshalb, bereits recht kurz nach der Einführung eine grundlegende Überarbeitung vorzunehmen. 

Windows 8.1

Das im August 2017 eingeführte Windows 8.1 sollte eigentlich die von Microsoft bei Windows 8 gemachten Fehler ausmerzen. Man war bemüht, in vielerlei Hinsicht auf die Kritik der Nutzer einzugehen und ließ deshalb unter anderem den zuvor gestrichenen Start-Button wieder in die Taskleiste zurückkehren. Es dauerte nur knapp ein Jahr, bis Windows 8.1 nach der weitestgehend als gescheitert betrachteten Einführung von Windows 8 auf den Markt kam. Auch der Startscreen wurde grundlegend überarbeitet und es erfolgte eine tiefergehende Integration von OneDrive. 

Windows 8.1 wurde deutlich besser angenommen als der Vorgänger, konnte sich aber nie gegen Windows 7 durchsetzen. Besonders problematisch war dabei, dass ein Bezug über Windows Update nicht möglich war, weil Microsoft unter der Haube grundlegende Veränderungen vorgenommen hatte. Stattdessen war stets eine Neuinstallation nötig. Mit Windows 8.1 begann allerdings auch in anderer Hinsicht eine neue Ära. Mit dem neuen Betriebssystem begann Microsoft, jährlich größere Updates für Windows zu veröffentlichen, statt an seiner bis dato üblichen Strategie der Einführung einer neuen Major-Version alle zwei bis drei Jahre festzuhalten.

Windows 10

Nach dem Scheitern von Windows 8 und 8.1 war Microsoft bemüht, schnell mit einer besseren Alternative aufzuwarten, so dass Mitte 2015 das neue Windows 10 erschien. Zuvor hatte es eine Reihe von Vorabversionen gegeben, die im Rahmen des ebenfalls neu eingeführten sogenannten Windows Insider Programms erschienen. Mit dem neuen Programm versucht Microsoft, das Feedback der Anwender in die Entwicklung seines Betriebssystems einfließen zu lassen, was auch maßgeblich zu Design und Funktionalität von Windows 10 beigetragen hat. Unter anderem kehrte mit Windows 10 ein richtiges Startmenü zurück, das Elemente des klassischen Windows-Startmenüs mit dem Startscreen und seinen Live-Tiles kombiniert. 

Windows 10 brachte auch die sogenannte Universal Windows Platform (UWP) mit, eine weiterentwickelte Variante dessen, was mit dem Metro-Design von Windows 8 erstmals erschienen war. Neben diversen neuen Funktionen, allen voran einem System zur Nutzung virtueller Desktops, DirectX12 und einem neuen Browser namens Edge, führte Microsoft mit Windows 10 auch den hauseigenen Sprachassistenten Cortana ein. Hinzu kamen diverse neue, ab Werk enthaltene Apps, die allesamt wie auch die meisten grundlegenden Windows-Funktionen mit einem neuen Design versehen wurden. 

Kritik fing sich das Unternehmen vor allem wegen seiner agressiven Versuche ein, die Nutzer älterer Versionen zum Upgrade zu bewegen. Lange war das Upgrade nicht nur kostenlos, sondern wurde auch mit diversen Meldungen und anderen Werbemaßnahmen in den älteren Versionen beworben. Unter anderem wurde das Upgrade sogar teilweise erzwungen, was die Redmonder teilweise sogar ins Visier von Behörden geraten ließ. Weil Windows 10 die Vision des gemeinsamen Kerns für alle Varianten vorantrieb, dient es heute auch als Plattform für die Microsoft-Spielekonsolen der Xbox-Serie. 

Eine der wichtigsten Neuerungen war die Umstellungen auf halbjährlich erscheinende Major-Updates, durch die Windows 10 konstant weiterentwickelt wird. Es wird daher häufig auch als „das letzte Windows“ bezeichnet, auch weil das Betriebssystem auch langfristig diesen Namen tragen soll. Erste Beispiel für die kontinuierliche Weiterentwicklung waren die ersten größeren Updates, die Microsoft seit 2015 jeweils im Frühjahr und Herbst veröffentlicht hat. Mit ihnen wuchs der Funktionsumfang stetig, so dass heute unter anderem erweiterte Funktionen zum Umgang mit der Eingabe per Stylus zur Verfügung stehen. 

Für die Zukunft plant Microsoft unter anderem die Einführung der sogenannten Fluent Design Language, also eines neuen Design-Konzepts, das Windows 10 an vielen Stellen mit neuen Effekten aufpoliert und zunehmend moderner werden lassen soll. Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei der Weiterentwicklung auch auf dem Thema Virtual-, Augmented- bzw. Mixed-Reality. Damit Windows 10 auch in Zukunft das führende Betriebssystem im PC-Markt bleiben und weitere Einsatzgebiete erschließen kann, hat man eine spezielle VR-Oberfläche eingeführt und versucht außerdem, mit speziellen Varianten für günstige PC-Systeme Boden gegenüber Konkurrenten wie Chrome OS gut zu machen oder zu verteidigen.  

Quelle: http://winfuture.de/news,100660.html

Download: Windows 7 pro – ISO

Download: Windows 10 Fall Creators Update

Impfignoranten, raustreten!

Die Diskussion um das Für und Wider von Grippeschutzimpfungen irritiert mich immer wieder. Sicherlich gibt es in Einzelfällen Gründe, die gegen eine Impfung sprechen, z.B. lebensgefährlicher Allergien. Generell aber – der Natur kommt es auf ein paar Millionen Menschen mehr oder weniger nicht an – überwiegen die Vorteile der Impfung. Man könnte also durchaus überlegen die Impfungen zum Schutz der Allgemeinheit zur Pflicht zu machen.

Mich persönlich stört immer mehr, dass die Besorgnisträger und Impfignoranten, sich dann mit schöner Regelmässigkeit „ihre Grippe nehmen“ und von den geschützten KollegInnen vertreten werden müssen. Geradezu absurd ist es dann, wenn die Bazillenschleudern auch noch bedauert werden wollen.