Am 1. Mai ist die 22. Novelle des Rundfunkstaatsvertrages in Kraft getreten. Die wesentlichen Änderungen betreffen den „Telemedienauftrag“ – mit anderen Worten: die Online-Aktivitäten – von ARD, ZDF und Deutschlandradio.

Für Hörer und Zuschauer besonders interessant sind Neuregelungen für die Mediatheken. So wurde die 7-Tage-Begrenzung aufgehoben. Sendungen können jetzt länger verfügbar gehalten werden. Für europäische Produktionen gibt es ein 30 Tage-Limit. Die Anstalten sollen – nach langem Streit mit den Zeitungsverlagen – Audio und Video in den Vordergrund ihrer Online-Nachrichten stellen, um eine „Presseähnlichkeit“ zu vermeiden. Nachrichten und aktuelle Informationen sind im Radio und TV durch die Sendezeiten begenzt. Zu wichtigen Themen sind nun zusätzliche Inhalte gestattet, die ausschließlich im Web verbreitet und eigens dafür produziert werden.

ARD und ZDF länger in den Mediatheken