The Beatles

30. Januar 1969 – guck mal, wer da spielt: Dreieinhalb Jahre und fünf elaborierte Alben nach ihrem letzten Konzert betraten die Beatles erstmals wieder eine Bühne, und was für eine: Auf dem Dach des Apple-Gebäudes in der Londoner Savile Row raufte sich die zerstrittene Band noch einmal zusammen, um neues Songmaterial für eine Filmdoku einzuspielen, allen voran das programmatische „Get Back“. Das „Rooftop Concert“ sollte der letzte gemeinsame Liveauftritt der „Fab Four“ werden. Wenige Monate später trennten sich die Wege von John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr endgültig. „Es war schon ein seltsamer Auftrittsort“, sagte McCartney später. „Wir hatten dort oben kaum Publikum, nur ein paar Leute. So spielten wir buchstäblich das Nichts an. Vor uns war nur der Himmel. Es war schön.“ Auf der Straße wunderten sich Passanten, was für eine Musik da zu ihnen herunterwehte – bis sie den Klang der Beatles erkannten. Einige kletterten auf umliegende Häuserdächer, Menschentrauben bildeten sich, die Polizei hatte alle Mühe, ein Verkehrschaos zu verhindern. Ein letztes Mal Beatlemania! … Mehr

Queen

Offiziell waren es etwa 120.000 Besucher – andere Zählungen gingen von 200.000 Queen-Fans aus, die am 9. August 1986 das Abschlusskonzert der Magic-Tournee verfolgten. Nicht ahnend, zum letzten Mal die komplette Band live zu erleben. Fünf Jahre später starb Freddie Mercury an den Folgen seiner Aids-Erkrankung. An diesem Abend im Knebworth Park warf sich der Sänger noch einmal in die Brust – und als am Ende „God save the Queen“ angestimmt wurde, verabschiedete sich Mercury standesgemäß mit Krone und Königsmantel von der Bühne.  … Mehr ….

Elvis Presley

Der weiß-goldene Jumpsuit spannte um die Hüfte, davon abgesehen präsentierte sich Elvis Presley am 26. Juni 1977 in der Market Square Arena in Indianapolis noch einmal in guter Form – zumindest phasenweise. „Jailhouse Rock“, „Now Or Never“, „Hound Dog“, die Fans waren begeistert. Und sahen darüber hinweg, wie der „King“ von Schmerztabletten benebelt über die Bühne taumelte. Am Ende hieß es traditionell „Elvis has left the Building“, diesmal für immer: Am 16. August 1977 starb der 42-Jährige auf seinem Anwesen Graceland in Memphis, Tennessee an Herzversagen. … Mehr

Michael Jackson

Noch einmal den „King of Pop“ live erleben! 2009 versuchten Millionen Michael-Jackson-Fans, an Tickets für eines der 50 Konzerte in der Londoner O2-Arena zu kommen. Der Starttermin im Juli wurde plötzlich verschoben, Gerüchte um den Gesundheitszustand des von Schönheitsoperationen und Schicksalsschlägen gezeichneten Ausnahmekünstlers machten die Runde. Am 25. Juni, 18 Tage vor der ersten Show verstarb der 50-Jährige an einer Vergiftung durch das Narkosemittel Propofol. … Mehr

Buddy Holly

Zwei Jahre zuvor hatte Buddy Holly mit „Peggy Sue“ einen Welthit gelandet – seither war der Andrang auf seine Konzerte gewaltig. 1959 tourte der 22-Jährige erneut durch die USA. Sein letztes Konzert spielte Buddy Holly (r.) am 2. Februar in Clear Lake, Iowa. Einen Tag später kam er auf dem Weg zu seinem nächsten Auftritt bei einem Flugzeugabsturz ums Leben.  … Mehr

Jimi Hendrix

Ein Gedenkstein auf der Ostseeinsel Fehmarn erinnert an den letzten Auftritt von Jimi Hendrix. Das Konzert auf dem „Love and Peace“-Festival am 6. September 1970 geriet zum Desaster, zwölf Tage später starb der Gitarrengott in London – er war nach einem Alkohol-Schlaftabletten-Cocktail an seinem Erbrochenen erstickt.

The Doors

The Doors waren berüchtigt für ihre Exzesse auf der Bühne – doch das, was Sänger Jim Morrison am 12. Dezember 1970 im Warehouse in New Orleans ablieferte, war nurmehr eine Karikatur seiner selbst. Lethargisch, zauselbärtig, von seiner Alkoholsucht gezeichnet, musste sich Morrison während der epischen Songs mehrfach setzen, er vergaß ganze Textpassagen und verpasste seinen Einsatz beim Finale zu „Light My Fire“. Schließlich zertrümmerte er den Mikrofonständer und verließ vorzeitig die Bühne. Am 3. Juli 1971 starb Morrison in Paris an einer Überdosis Heroin.

Janis Joplin

40.000 Menschen kamen am 12. August 1970 ins Football-Stadion der Harvard-Universität, um Janis Joplin zu sehen. Die Bluesrock-Sängerin war bekannt für ihre exzentrischen Shows – und auch an diesem Abend durfte die Flasche Southern Comfort auf der Bühne nicht fehlen. „Sie war in ihrer eigenen Welt“, beschrieb es ein Zuschauer später. Joplin starb am 4. Oktober 1970 an einer Überdosis Heroin. Wie Hendrix und Morrison wurde auch sie nur 27 Jahre alt, ein Umstand, der den ominösen Mythos des „Club 27“ begründete. … Mehr

Prince

Zu Beginn der Show im Fox Theatre in Atlanta am 14. April 2016 gab es eine Entschuldigung: „Ich war ein bisschen angeschlagen“, erklärte Prince eine frühere Konzertabsage – und spielte dann noch einmal groß auf. Es sollte sein letzter Liveauftritt werden: Eine Woche später starb die Popikone an einer Überdosis des Schmerzmittels Fentanyl, das er sich offenbar versehentlich selbst verabreicht hatte. 

The Eagles

31. Juli 1980, eine warme Sommernacht in Long Beach, Kalifornien – und auf der Bühne erhitzte Gemüter: Die Spannungen zwischen den Bandleadern der Eagles, Glenn Frey und Don Felder, entluden sich an jenem Abend. „Als wir auf die Bühne gingen, brodelte es in mir. Ich wollte Felder umbringen“, sagte Frey später in einer Band-Doku. Drohungen wurden ausgesprochen, eine Gitarre zerschmettert, dann verließ Felder die Bühne und eine der größten Rockbands der Siebziger war vorerst Geschichte. … Mehr

Led Zeppelin

Led Zeppelins Europatournee 1980 stand unter keinem guten Stern. Das Konzert in Wien wurde unterbrochen, nachdem Gitarrist Jimmy Page von einem Feuerwerkskörper getroffen worden war. Der Auftritt in der Nürnberger Messehalle wurde nach nur drei Songs abgebrochen, Schlagzeuger John Bonham war infolge exzessiven Alkoholkonsums zusammengebrochen. Am 7. Juli in der Berliner Eissporthalle standen die Begründer des Hard Rock zum vorerst letzten Mal auf der Bühne – Ende September 1980 wurde Bonham tot in seinem Bett aufgefunden. Er war im Schlaf an seinem Erbrochenen erstickt.

AC/DC

Mit ihrem Album „Highway to Hell“ hatten sich AC/DC (hier bei einem Konzert in New York) 1979 endgültig in der Rockwelt etabliert. Anfang des Folgejahres gingen sie in Frankreich auf Promo-Tour, am 27. Januar legten sie einen fulminanten Auftritt im englischen Southampton hin. Es folgten Einladungen zu „Top of the Pops“ und in die spanische TV-Show „Aplauso“ – Hard Rock aus der Dose, Bon Scott sang Playback. Es war der letzte Auftritt des Sängers: Am 19. Februar 1980 starb er nach einer durchzechten Nacht an Alkoholvergiftung im Auto eines Freundes.  … Mehr

Nirvana

Am 1. März 1994 gaben Nirvana ein Konzert im Terminal 1 des Münchener Flughafens – es sollte das letzte der Grunge-Ikonen werden. Die weiteren Tourauftritte wurden abgesagt, nachdem sich der Gesundheitszustand von Sänger Kurt Cobain (hier bei den Aufzeichnungen zum legendären MTV-Unplugged-Konzert 1993) dramatisch verschlechterte. Einen Monat später nahm sich Cobain in seinem Haus in Seattle das Leben. Er wurde 27 Jahre alt.

David Bowie

Hurricane Festival im niedersächsischen Scheeßel 2004: Bereits während des Auftritts soll David Bowie über Schmerzen in der Brust geklagt haben, durchsteht aber noch die Zugaben: „Life on Mars“, „Suffragette City“ und „Ziggy Stardust“. Nach der Show wird er ins Krankenhaus eingeliefert, wo ein Herzinfarkt diagnostiziert wird. Bowie wird bis zu seinem Tod 2016 noch zwei Alben veröffentlichen – aber nie wieder auf die Bühne zurückkehren. … Mehr

Amy Winehouse

Es sollte ein strahlendes Comeback werden – doch der Auftakt ihrer Europatournee in Belgrad geriet zum Desaster: Schwer alkoholisiert stakste Amy Winehouse am 18. Juni 2011 über die Bühne, lallte mehr als dass sie sang und wurde schließlich ausgebuht. Die Plattenfirma sagte daraufhin alle weiteren Tourauftritte ab. Am 23. Juli 2011 wurde Winehouse tot aufgefunden, sie starb an einer Alkoholvergiftung, 27-jährig.

Lynyrd Skynyrd

Denkwürdiger Abend im Greenville Memorial Auditorium South Carolina: Am 19. Oktober 1977 traten Lynyrd Skynyrd ein letztes Mal in Originalbesetzung auf. Zwei Tage zuvor hatten die Südstaaten-Rocker ihr Album „Street Survivors“ veröffentlicht. Einen Tag nach dem Konzert stürzte das Charterflugzeug ab, mit dem die Band zum nächsten Auftritt fliegen wollte. Sänger Ronnie Van Zant und Gitarrist Steve Gaines kamen ums Leben. Aus Respekt vor den Angehörigen wurde das Albumcover, das die Band inmitten von Flammen zeigte, gegen ein neutraleres ausgetauscht.  … Mehr

Motörhead

Herzschrittmacher, Diabetes. Exzessiver Whisky- und Zigarettenkonsum hatten bei Lemmy Kilmister Spuren hinterlassen. Doch am 11. Dezember 2015 wütete der Motörhead-Frontmann noch einmal durch die Berliner Max-Schmeling-Halle, „Ace Of Spades“, „Bomber“ und, als Finale des Abends, „Overkill“. Zwei Wochen später, kurz nach seinem 70. Geburtstag, erlag Lemmy einem Krebsleiden.

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