Wer sich an eine Kindheit und Jugend in den 60ern erinnern kann, dem sind die Vorabend- oder Sonntagnachmittag-Fernsehserien wie „Bezaubernde Jeanie“, „Lassie“, „Flipper“ oder „Fury“ sicherlich in bester Erinnerung. Aber kennen Sie auch noch „Mr. Ed“, das sprechende Pferd, oder „Bumerang“, den Wunder-Bumerang aus Australien? Sagt Ihnen der Name „Stanley Beamish“ etwas?

„Immer wenn er Pillen nahm“: Wissenschaftler erfinden bei der Forschung nach einer Antischnupfenpille per Zufall eine Wunderpille, die außergewöhnliche Fähigkeiten verleiht. Zum Leidwesen der Erfinder wirkt die Pille jedoch lediglich bei einigen Tieren, bei Menschen ist sie unwirksam – bis auf eine einzige Ausnahme: dem schwächlichen und schüchternen Tankwart Stanley Beamish. Nach Einnahme der Superpille entwickelt er Selbstbewusstsein, Superkräfte und kann sogar fliegen – allerdings nicht ohne Einschränkung. Die Superpille gibt es nämlich in einer großen 1-Stunden-Ausführung und einer kleineren 10-Minuten-Ausführung. Pro Tag darf Stanley maximal eine große und zwei kleine Superpillen zu sich nehmen, anderenfalls muss er mit extremen gesundheitlichen Konsequenzen rechnen (er könnte dann explodieren). Stanley wird also dank seiner Superpillen-Verträglichkeit gelegentlich vom Geheimdienst angeworben und muss nun allerlei knifflige Probleme für die Herren Reed und Trent lösen. Sein Partner Hal, mit dem er zusammen eine Tankstelle betreibt, weiß nichts davon. Stanley löst jedoch alle Fälle trotz seiner Ungeschicklichkeit – oder besser: dank seiner Ungeschicklichkeit.

Mr. Ed: Sie wurde vom Fernsehsender CBS erstmals zwischen 1961 und 1966 ausgestrahlt. Die Stars der Serie waren Mister Ed, ein intelligentes, sprechendes Pferd, und dessen Besitzer, der Architekt Wilbur Post (gespielt von Alan Young). Der unterhaltende Effekt entstand unter anderem dadurch, dass nur Wilbur das Pferd sprechen hörte (weil er der Einzige war, den Mr. Ed für „würdig“ hielt, mit ihm zu sprechen). Mister Ed wurde weltweit ein Fernseherfolg, 1963 gewann die Sendung einen Golden Globe für die beste Fernsehshow. 

Oder „Bumerang“: Ein Maori-Häuptling hatte einst Toms Großvater einen Bumerang zur Verfügung gestellt. Jahre später erfährt der Enkel, was es mit diesem Bumerang auf sich hat: der Besitzer der Waffe kann in gewisse Geschehnisse zu seinen Gunsten eingreifen, solange der Bumerang durch die Luft fliegt. Tom überzeugt sich bald von der Wirkung des Bumerangs mit seinen magischen Zeichen.

Solch einen Bumerang, mit dem man die Zeit anhalten konnte, würde ich mir auch heute wünschen – trotz der Vielzahl an Fernsehprogrammen oder der Möglichkeit zu streamen und auf Mediatheken zuzugreifen

Immer wenn er Pillen nahm …