WhatsApp – Immer noch im Aufwind

Schon 2016 fühlten sich viele Nutzer von WhatApp hintergangen: Der nicht vollkommen zu unterbindende Datenaustausch mit Facebook sorgte für viel Misstrauen dem Messenger gegenüber. Aktuell werden die Nerven der Nutzer mit einer großen Sicherheitslücke im Messenger strapaziert, die ein umgehendes Update erfordert.

Auch für 2019 sieht es nicht besser aus: Mittlerweile ist es bestätigt, dass WhatsApp Werbung im Messenger einblenden will – damit diese personalisiert daher kommt, soll sogar die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aufgeweicht werden. Und trotzdem werden die meisten trotz dem Ärger WhatsApp auch 2019 und wohl auch darüber hinaus treu bleiben – und zwar aus einem einfachen Grund: Gruppenzwang!

Jeder benutzt WhatsApp weiter, weil einfach jeder WhatsApp benutzt. Krude Logik, aber eigentlich ganz simpel. Wer den Messenger löscht und sich eine Alternative sucht – von denen es einige überzeugende gibt – läuft Gefahr, die meisten seiner Kontakte künftig nicht mehr erreichen zu können.

Klar lässt es sich auch auf Threema, Telegram, Signal und Co. wunderbar chatten. Signal wird von WhatsApp-Gründer Brian Acton sogar finanziell unterstützt. Leider werden diese Messenger in Deutschland kaum genutzt.

Allein die aktuellen, weltweiten Nutzerzahlen zeigen, wie weit WhatsApp seinen Konkurrenten voraus ist. 1,5 Milliarden (!) Menschen nutzen den Messenger monatlich. Auf den zweitem Platz landet der Facebook-Messenger – wie WhatsApp aus dem Hause Facebook und somit nur interne Konkurrenz.

Die nächst platzierten WeChat und QQ kommen zwar noch auf ordentliche Zugriffszahlen von bis zu einer Milliarde im Monat, sind jedoch beide auf dem asiatischen Markt erfolgreich und hierzulande kaum bekannt, geschweige denn verbreitet. Mit großem Abstand erst folgen unter anderem Skype und Telegram. Wer also mit so vielen Bekannten wie möglich verbunden bleiben will, der muss wohl oder übel WhatsApp die Treue halten – Skandale und Werbung hin oder her.

Und hier einige KNIFFE!

Versenden Sie gerne längere Sprachnachrichten auf WhatsApp, dann nervt das ewige Knopfdrücken auf Dauer sehr. WhatsApp hat hier reagiert und eine Start-Stopp-Funktion eingebaut. Wischen Sie hierfür beim Start der Sprachnachricht nach oben, können Sie das Mikrofon fixieren. Jetzt können Sie den Finger wegnehmen und zuletzt nur noch einmal klicken, um Ihre Sprachnachricht abzuschicken.

Haben Sie einen Text, ein Bild, ein Video oder etwas anderes in WhatsApp versendet, das Sie doch lieber schnell zurücknehmen wollen, dann können Sie das mittlerweile tun. Sie müssen hierfür das Gesendete einfach mit langem Klick auswählen und löschen. Der Empfänger sieht dann lediglich die Info: „Diese Nachricht wurde gelöscht“.

Falls der Empfänger die Nachricht jedoch bereits gelesen, das Video oder Foto bereits heruntergeladen hat, können Sie daran leider nichts mehr ändern.

Neuerdings können Sie diverse Einstellungen für Gruppen vornehmen. Im Menü der Gruppe – klicken Sie im Chat oben auf den Namen – haben Sie den Punkt „Gruppeneinstellungen“. Dort können Sie nun einstellen, wer das Bild und die Gruppeninfo bearbeiten kann, Sie können Admins herunter- und Mitglieder heraufstufen und sogar festlegen, dass nur Admins Nachrichten schreiben dürfen.

Vor allem in Gruppen, in denen viel geschrieben wird, ist diese Funktion sehr praktisch. Sie können, möchten Sie konkret eine bestimmte Nachricht kommentieren, diese auswählen und darauf antworten. Wischen Sie über der gewünschten Nachricht nach rechts, öffnet sich diese oberhalb des Textfelds und Sie können einen Kommentar dazu verfassen.

Kein neues Feature aber vielen noch unbekannt ist die Funktion fett, kursiv oder durchgestrichen zu schreiben. Sie können dazu entweder vor und hinter einem fetten Text Sternchen, für kursive Texte Unterstriche und für durchgestrichene Nachrichten ~Tilden~ setzen. Alternativ können Sie die Nachricht auch auswählen und unter den drei Punkten bei Android beziehungsweise unter dem Pfeil bei iOS die gewünschte Formation auswählen.

Besonders kurze Videos kommen als GIFs meist besser an; noch dazu sparen sie ein wenig Datenvolumen. Wählen Sie dafür das Kamera-Symbol und filmen Sie darauf los. Vor dem Versenden können Sie jetzt oben rechts das GIF-Symbol auswählen und WhatsApp wandelt Ihre Kreation automatisch in ein in Dauerschleife laufendes GIF um.

Die WhatsApp-Emoji-Suche ist vor allem dann praktisch, wenn man ein ganz spezielles senden möchte, dieses aber partout nicht finden kann. Unten links im Emoji-Menü finden Sie eine Lupe, dort können Sie nun mittel Suchbegriffen den passenden Smilie finden. Dasselbe gilt auch für vorinstallierte GIFs.

Möchten Sie mehreren Kontakten eine eigene Nachricht senden ohne auf die Gruppenfunktion zurückgreifen zu müssen, können Sie jetzt Broadcasts erstellen. Im Menü unter „Neuer Broadcast“ wählen Sie die gewünschten Kontakte aus und versenden Ihre Botschaft einzeln an die Empfänger.

Besondere Texte können Sie mit der Sternchen-Funktion extra abspeichern. Sie müssen die gewünschte Nachricht lange anklicken, bis sich diese blau einfärbt. Oben sehen Sie dann in den Optionen den Stern. Klicken Sie darauf, ist diese Nachricht im Menü unter „Mit Stern markierte“ gespeichert.

Damit eine Nachricht, die Sie bereits gelesen, auf die Sie aber erst in einer Weile antworten möchten, nicht untergeht, können Sie den Chat als ungelesen markieren. Bleiben Sie mit dem Finger länger auf dem Chat, öffnet sich das Menü. Unter den drei Punkten finden Sie die Funktion „Als ungelesen markieren“. Jetzt hat der Chat, einen grünen Punkt am rechten Rand und taucht als ungelesen auf.

Sie können WhatsApp auch als Desktop-Tool auf Ihrem Rechner verwenden. Laden Sie sich dafür WhatsApp für den PC herunter und verbinden Sie Ihr Smartphone mit dem Programm. Jetzt können Sie das Chatprogramm wie auf Ihrem mobilen Gerät stationär bedienen. Einzige Bedingung: Ihr Handy muss eingeschaltet und mit dem Internet verbunden sein. Die Web-App warnt Sie, wenn der Akku an Ihrem Smartphone schwach ist.

 

WhatsApp – Immer noch im Aufwind