Kachelmann fürs Wetter bei der ARD!

Jörg Kachelmann ist kein Straftäter. Er wurde im Mai 2011 von einem Landgericht freigesprochen. Der Zivilprozess im vergangenen Herbst ergab: das vermeintliche Opfer hatte sich die Verletzungen selbst zugefügt und Kachelmann mit krimineller Energie verleumdet. Im Prozeß wurde entlastende Fakten nicht gleichwertig gewürdigt. Jörg Kachelmann hat durch die medienmässige Vorverurteilung, dessen Druck auch das Gericht ausgesetzt war, immer noch Nachteile. „Gegen einen vergifteten Freispruch kann man als Betroffener nichts machen“, sagt der ehemalige Richter Heinrich Gehrke. „Gegen eine Verurteilung kann man Rechtsmittel einlegen – aber gegen einen Freispruch?“ 

Dass Jörg Kachelmann ein Publikumsmagnet war und wieder werden kann, ist m.E. unbestritten. Er ist Opfer, nicht Täter. Warum also ist die ARD so zurückhaltend? Warum gibt die ARD nicht die „Wetter“-Sendung zurück an Jörg Kachelmann? Es gab und gibt keinen Grund ihn zu feuern. Und das Publikum will ihn sehen, auch wenn er das Wetter nicht ändern kann.

Buch: Recht und Gerechtigkeit: Ein Märchen aus der Provinz, 8. Oktober 2012 von Jörg Kachelmann und Miriam Kachelmann