AfD – Warum nicht?

 Die AfD hat in einer neuen Wahlumfrage ihr bislang bestes Ergebnis erzielt. Im Emnid-„Sonntagstrend“, den das Meinungsforschungsinstitut wöchentlich für die „Bild am Sonntag“ erhebt, kommt die Partei auf zwölf Prozent. Im Vergleich zur Vorwoche entspricht dies einem Zuwachs von zwei Prozentpunkten. Damit festigten die Rechtspopulisten ihre Position als drittstärkste Kraft vor der Linkspartei (zehn Prozent; plus ein Prozentpunkt) und den Grünen (unverändert neun Prozent).

Alle Welt wundert sich, besonders die Medien, dass eine Partei, die tatsächlich die Meinung einer breiten Bevölkerungsgruppe wiederspiegelt, an Prozenten zulegt. Das muss nicht schön sein, aber so ist es nun einmal in einer Demokratie. Erschreckend allerdings ist es, dass jetzt offenkundig wird, wieweit sich die sog. etablierten Parteien bereits im Denken von der Bevölkerung und möglicherweise auch ihrer eigenen Basis entfernt haben. Sicherheit macht träge.

Die Union sackt in der Umfrage auf den schlechtesten Wert seit Juli 2012 ab. CDU und CSU verlieren zwei Prozentpunkte und erreichen nur noch 34 Prozent. Die SPD büßt ebenfalls einen Prozentpunkt ein und landet bei 24 Prozent. Abgeschlagen ist weiterhin die FDP mit unverändert fünf Prozent.

Vielleicht ist es nötig, dass in Deutschland mal wieder ein neuer Wind durch Amtsstuben und Parteibüros weht. Bedauerlich ist nur, dass die Flüchtlingsfrage der Anlass ist.